FPR in einfachen Worten
Die Düngeprodukte-Verordnung (FPR), förmlich Verordnung (EU) 2019/1009, ist das CE-Kennzeichnungsrecht der EU für Düngeprodukte. Sie gilt für EU-Düngeprodukte, also für Düngeprodukte, die bei der Bereitstellung auf dem Markt CE-gekennzeichnet sind (Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Nummer 2), und ein Düngeprodukt ist jeder Stoff, jedes Gemisch, jeder Mikroorganismus oder jedes andere Material, das auf Pflanzen oder deren Rhizosphäre oder auf Pilze oder deren Mykosphäre aufgebracht wird oder aufgebracht werden soll, oder das die Rhizosphäre oder Mykosphäre bilden soll, allein oder gemischt mit einem anderen Material, um Nährstoffe bereitzustellen oder die Nährstoffeffizienz zu verbessern (Art. 2 Nummer 1); der letzte Teil bringt Kultursubstrate der PFC 4 unter diese Definition. Ein Produkt, das der Verordnung entspricht, darf CE-gekennzeichnet werden, und die Mitgliedstaaten dürfen seine Bereitstellung nicht aus Gründen der Zusammensetzung, der Kennzeichnung oder anderer von der Verordnung erfasster Aspekte behindern (Art. 3 Abs. 1).
Anders als bei den meisten CE-Kennzeichnungsrechtsakten ist die Harmonisierung optional. Die Verordnung gilt nur für Produkte, die der Hersteller CE-kennzeichnen möchte; sie lässt es den Mitgliedstaaten frei, Düngeprodukte zu regeln, die keine EU-Düngeprodukte sind (Art. 38 Abs. 9 und Art. 41 Abs. 2), und das FAQ der Kommission erläutert die drei Optionen: die Verordnung anwenden und die CE-Kennzeichnung anbringen, den nationalen Vorschriften folgen und sich andernorts auf die gegenseitige Anerkennung stützen, oder beides tun. Als Verordnung gilt sie unmittelbar in jedem Mitgliedstaat, ohne Umsetzung in nationales Recht. Sie trat am 15. Juli 2019 in Kraft und gilt seit dem 16. Juli 2022 vollständig, als sie die Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 über EG-Düngemittel aufhob (Art. 51 und Art. 53).
Amtlicher Text Lesen Sie die Verordnung auf EUR-Lex: Verordnung (EU) 2019/1009 (CELEX 32019R1009), oder die konsolidierte Fassung vom 1. Juli 2026, die zwölf delegierte Verordnungen erfasst, von den vier neuen Komponentenmaterialkategorien bis zu den Änderungen der Konformitätsbewertung von 2025. Sie zeigt noch nicht die später geltenden Vorschriften: die digitale Kennzeichnung der Verordnung (EU) 2024/2516 ab 1. Mai 2027 und die Polymeranforderungen der Delegierten Verordnungen (EU) 2024/2770, 2024/2788 und 2024/2790 ab 17. Oktober 2028. Diese müssen in den Rechtsakten selbst nachgelesen werden.
Anwendungsbereich
Die Verordnung gilt nicht für tierische Nebenprodukte oder Folgeprodukte, die bei der Bereitstellung auf dem Markt der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 unterliegen, und auch nicht für Pflanzenschutzmittel im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (Art. 1 Abs. 1). Verarbeitete tierische Erzeugnisse können erst dann als CMC-10-Material in ein EU-Düngeprodukt eingehen, wenn nach der Verordnung über tierische Nebenprodukte, die die FPR selbst entsprechend geändert hat, ein Endpunkt in der Herstellungskette festgelegt wurde (Art. 42 Abs. 5 und Art. 46). Die Verordnung listet außerdem sechzehn Rechtsakte auf, die sie nicht berührt, von REACH und CLP über die Nitratrichtlinie und die Klärschlammrichtlinie bis zur ökologischen Produktion und zum Pflanzenschutz (Art. 1 Abs. 2); die Mitgliedstaaten dürfen Vorschriften über die Verwendung von EU-Düngeprodukten beibehalten oder erlassen, sofern sie keine Veränderung des Produkts oder der Bedingungen für seine Bereitstellung erfordern (Art. 3 Abs. 3).
Die Pflichten treffen die Wirtschaftsakteure: Hersteller, Bevollmächtigten, Einführer und Händler (Art. 2 Nummer 15). Hersteller ist, wer ein EU-Düngeprodukt herstellt oder herstellen oder entwerfen lässt und es unter seinem Namen oder seiner Marke vermarktet (Art. 2 Nummer 11); ein Einführer oder Händler, der ein bereits in Verkehr gebrachtes Produkt unter eigenem Namen oder eigener Marke verkauft oder es so verändert, dass die Konformität beeinträchtigt werden kann, übernimmt die Pflichten des Herstellers (Art. 10). Ein Einführer oder Händler, der lediglich verpackt oder umverpackt, muss den Vermerk „verpackt von“ oder „umverpackt von“ mit seinem Namen und seiner Anschrift hinzufügen und die ursprüngliche Kennzeichnung 5 Jahre lang aufbewahren (Art. 11).
Für den Handel sind zwei Übergangssituationen von Bedeutung. EG-Düngemittel, die konform mit der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 vor dem 16. Juli 2022 in Verkehr gebracht wurden, dürfen weiterhin bereitgestellt werden, unterliegen dabei aber den Marktüberwachungsvorschriften des Kapitels V (Art. 52). Und ein Mitgliedstaat, der am 14. Juli 2019 über eine Cadmium-Ausnahmeregelung nach der alten Verordnung verfügte, darf seine nationalen Cadmium-Grenzwerte weiterhin auf EU-Düngeprodukte anwenden, bis auf Unionsebene harmonisierte Grenzwerte auf oder unter seinem Niveau gelten (Art. 3 Abs. 2).
Was Sie tun müssen
Produktfunktionskategorien
Ein EU-Düngeprodukt muss die Anforderungen des Anhangs I für seine Produktfunktionskategorie und des Anhangs II für seine Komponentenmaterialkategorien erfüllen und gemäß Anhang III gekennzeichnet sein; für jeden von den Anhängen nicht erfassten Aspekt darf es kein Risiko für die Gesundheit von Mensch, Tier oder Pflanze, für die Sicherheit oder für die Umwelt darstellen (Art. 4). Anhang I Teil I weist sieben PFC nach der beanspruchten Funktion aus: PFC 1 Düngemittel, unterteilt in 1(A) organisches, 1(B) organisch-mineralisches und 1(C) anorganisches Düngemittel, wobei Letzteres in 1(C)(I) Makronährstoff- und 1(C)(II) Mikronährstoffdüngemittel mit festen und flüssigen, Einnährstoff- und Mehrnährstoff-Unterkategorien sowie einem eigenen Eintrag für Ammoniumnitratdüngemittel mit hohem Stickstoffgehalt unterteilt ist; PFC 2 Kalkungsmittel; PFC 3 Bodenverbesserungsmittel, organisch oder anorganisch; PFC 4 Kultursubstrat; PFC 5 Hemmstoff, Nitrifikations-, Denitrifikations- oder Urease-Hemmstoff; PFC 6 Pflanzenbiostimulans, mikrobiell oder nicht mikrobiell; und PFC 7 Düngeprodukt-Mischung. Jede PFC trägt eigene Mindestnährstoffgehalte, Schadstoff- und Krankheitserreger-Grenzwerte sowie bei Biostimulanzien und Hemmstoffen Wirksamkeitsanforderungen. Eine Mischung muss aus EU-Düngeprodukten der PFC 1 bis PFC 6 bestehen, die jeweils ihre eigene Konformitätsbewertung bestanden haben, und der Mischer erstellt seine eigene Erklärung, während er die Erklärungen jedes Bestandteils aufbewahrt (Anhang I, PFC 7).
Komponentenmaterialkategorien
Anhang II listet die 15 CMC auf, aus denen ein EU-Düngeprodukt ausschließlich bestehen darf: CMC 1 Stoffe und Gemische aus Neumaterial, CMC 2 Pflanzen, Pflanzenteile oder Pflanzenextrakte, CMC 3 Kompost, CMC 4 frischer Ernterückstand-Gärrest, CMC 5 Gärrest außer frischem Ernterückstand-Gärrest, CMC 6 Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie, CMC 7 Mikroorganismen, CMC 8 Nährstoffpolymere, CMC 9 sonstige Polymere, CMC 10 Folgeprodukte im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009, CMC 11 Nebenprodukte im Sinne der Richtlinie 2008/98/EG sowie vier vor dem Geltungsbeginn der Verordnung durch delegierte Rechtsakte hinzugefügte Kategorien: CMC 12 ausgefällte Phosphatsalze und Derivate, CMC 13 thermisch oxidierte Materialien und Derivate, CMC 14 Pyrolyse- und Vergasungsmaterialien und CMC 15 rückgewonnene hochreine Materialien (Anhang II Teil I). Verarbeiteter Wirtschaftsdünger kam 2024 zu CMC 10 hinzu, biologisch abbaubare Mulchfolien zu CMC 9. Jede CMC legt Ausgangsmaterialien, Verfahrensbedingungen und, für CMC 1, die REACH-Registrierung fest. Die Verordnung ist zugleich ein Abfallende-Instrument: Abfall, der in einem konformen EU-Düngeprodukt enthalten ist, gilt als den Anforderungen von Artikel 6 der Abfallrahmenrichtlinie entsprechend und ist ab dem Zeitpunkt der Ausstellung der EU-Konformitätserklärung kein Abfall mehr (Art. 19).
Schadstoffgrenzwerte, einschließlich Cadmium
Der Cadmium-Grenzwert für Phosphatdüngemittel ist fest, nicht stufenweise gestaffelt: Ein anorganisches Makronährstoff- oder organisch-mineralisches Düngemittel mit 5 % P2O5-Äquivalent oder mehr nach Masse darf höchstens 60 mg Cadmium je kg P2O5 enthalten, unterhalb dieses Phosphorgehalts 3 mg/kg Trockenmasse (Anhang I, PFC 1(B) Nummer 3 und PFC 1(C)(I) Nummer 2). Organische Düngemittel, anorganische Bodenverbesserungsmittel, Kultursubstrate und Pflanzenbiostimulanzien sind auf 1,5 mg/kg Trockenmasse begrenzt, Kalkungsmittel und organische Bodenverbesserungsmittel auf 2 mg/kg. Grenzwerte für sechswertiges Chrom, Quecksilber, Nickel, Blei, Arsen, Biuret und Perchlorat sowie Grenzwerte für die Krankheitserreger Salmonellen, Escherichia coli oder Enterokokken folgen je nach Kategorie. Die Kommission darf die Cadmium-Werte nicht per delegiertem Rechtsakt senken (Art. 42 Abs. 1); stattdessen musste sie dem Europäischen Parlament und dem Rat bis zum 16. Juli 2026 über eine Überprüfung der Phosphat-Cadmium-Grenzwerte und der übrigen Schadstoffgrenzwerte berichten, gegebenenfalls mit einem Gesetzgebungsvorschlag (Art. 49).
Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung
Vor dem Inverkehrbringen eines Produkts erstellt der Hersteller die technischen Unterlagen und führt das Konformitätsbewertungsverfahren nach Anhang IV durch, erstellt anschließend die EU-Konformitätserklärung und bringt die CE-Kennzeichnung an (Art. 6 Abs. 2 und Art. 15). Anhang IV Teil I ordnet die Module der Zusammensetzung zu: Modul A, interne Fertigungskontrolle, für Produkte ausschließlich aus CMC-1-Neumaterialien außer Hemmstoffverbindungen, CMC 4, CMC 6, CMC 8 und CMC 11 sowie für Mischungen; Modul A1 mit überwachter Produktprüfung, verpflichtend für Ammoniumnitrat-Düngemittel mit hohem Stickstoffgehalt und Mischungen mit 28 % oder mehr Stickstoff daraus, deren Temperaturwechseltests und Detonationstest ab 1. Juli 2026 in akkreditierten Laboren durchgeführt werden müssen; die Module B und C, EU-Baumusterprüfung gefolgt von der Konformität mit der Bauart, für Hemmstoffverbindungen, CMC-2-, CMC-7-, CMC-9- und CMC-10-Materialien sowie die Modul-A-Materialien; und Modul D1, Qualitätssicherung des Produktionsprozesses, nutzbar für jedes Produkt außer Ammoniumnitrat-Düngemitteln mit hohem Stickstoffgehalt und Mischungen mit 28 % oder mehr Stickstoff daraus, und der einzige Weg für Kompost, Gärrest außer frischem Ernterückstand-Gärrest und die rückgewonnenen Materialien der CMC 12 bis 15, bei dem die notifizierte Stelle jährlich auditiert und das Ausgangsmaterial beprobt. Modul A darf niemals für Hemmstoffe oder Pflanzenbiostimulanzien verwendet werden (Anhang IV Teil I Nummer 1.3).
Produkte, die harmonisierten, im Amtsblatt zitierten Normen entsprechen, oder gemeinsamen Spezifikationen, die die Kommission bei fehlenden Normen erlässt, gelten als konform (Art. 13 und Art. 14). Die Erklärung folgt dem Muster in Anhang V, wird stets aktuell gehalten, in die vom Mitgliedstaat geforderten Sprachen übersetzt und zu einer einzigen Erklärung zusammengefasst, wenn ein weiterer Unionsrechtsakt ebenfalls eine solche verlangt (Art. 16). Die CE-Kennzeichnung wird vor dem Inverkehrbringen auf der Verpackung oder, bei unverpackten Produkten, auf einem Begleitdokument angebracht, gefolgt von der Kennnummer der notifizierten Stelle, sofern Anhang IV dies vorschreibt (Art. 17 und Art. 18).
Kennzeichnung und die digitale Kennzeichnung ab 2027
Anhang III Teil I verlangt die PFC-Bezeichnung, die Menge, Anwendungshinweise mit Aufwandmengen, Zeitpunkt, Häufigkeit und Zielpflanzen, Lagerbedingungen, den Funktionszeitraum der CMC-9-Polymere, Angaben zum Risikomanagement sowie eine Liste aller Zutaten über 5 % Gewichts- oder Volumenanteil mit ihrer CMC-Bezeichnung, gefolgt von den PFC-spezifischen Nährstoffdeklarationen des Teils II innerhalb der Toleranzen des Teils III. Spezifische Warnhinweise betreffen andere verarbeitete tierische Erzeugnisse als Wirtschaftsdünger, Rizinus, Kakaoschalen, Kultursubstrate ohne Bodenkontakt, Aschen und Pflanzenkohle mit Mangan über 3,5 %, hochreine Materialien mit Selen oder Chlorid sowie verarbeiteten Wirtschaftsdünger mit seinen Ammoniak- und Aminopyralid- und Clopyralid-Warnhinweisen (Anhang III Teil I Nummern 4 bis 7d). Freiwillige Angaben dürfen nicht irreführend sein und müssen sich auf nachprüfbare Faktoren beziehen (Anhang III Teil I Nummer 8). Die Kennzeichnung befindet sich auf der Verpackung, mit einem Beipackzettel für nicht passende Angaben oder für unverpackte Produkte, in einer vom Mitgliedstaat festgelegten, für Endnutzer leicht verständlichen Sprache, zusammen mit Name, Anschrift und Chargennummer von Hersteller und Einführer (Art. 6 Absätze 5 bis 7 und Art. 8 Absätze 3 und 4).
Die Verordnung (EU) 2024/2516 fügt ab 1. Mai 2027 eine digitale Kennzeichnung hinzu. Produkte, die an andere Wirtschaftsakteure geliefert werden, dürfen alle Kennzeichnungselemente auf einer digitalen Kennzeichnung tragen; Produkte, die verpackt an Endnutzer geliefert werden, behalten eine physische Kennzeichnung, wobei eine digitale Kennzeichnung als optionales Duplikat dient, auf dem nur die mit einem Sternchen versehenen Elemente des Anhangs III allein digital erscheinen dürfen; Produkte, die unverpackt an Endnutzer geliefert werden, dürfen eine digitale Kennzeichnung oder einen Beipackzettel verwenden (Art. 11a). Die digitale Kennzeichnung muss kostenlos, durchsuchbar, ohne Registrierung auf allen gängigen Betriebssystemen zugänglich, für schutzbedürftige Gruppen aufbereitet und 10 Jahre lang verfügbar sein, mit einem auf der Verpackung oder dem Begleitdokument sichtbaren Datenträger (Art. 11b); die Akteure dürfen Nutzer nicht tracken und müssen die Angaben auf Anfrage oder wenn die Kennzeichnung beim Kauf nicht verfügbar ist auf alternativem Weg bereitstellen sowie sie bei unverpackten Produkten am Verkaufsort aushängen (Art. 11c).
Durchsetzung und Sanktionen
Die Marktüberwachung folgt dem horizontalen Rahmen: Artikel 37 verweist weiterhin auf die Artikel 16 bis 29 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008, die die Verordnung (EU) 2019/1020 ab dem 16. Juli 2021 aufgehoben hat, sodass die Überwachungsbefugnisse denen der Verordnung (EU) 2019/1020 entsprechen; deren Anhang I listet die Verordnung (EG) Nr. 2003/2003, gelesen als Verordnung (EU) 2019/1009 nach der Aufhebungsklausel (Art. 51). Hat eine Behörde hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein EU-Düngeprodukt ein Risiko darstellt, bewertet sie das Produkt, verlangt innerhalb einer dem Risiko angemessenen Frist Korrekturmaßnahmen, die Rücknahme oder den Rückruf und untersagt oder beschränkt, falls der Akteur nicht handelt, die Bereitstellung, nimmt das Produkt zurück oder ruft es zurück und unterrichtet die Kommission und die übrigen Mitgliedstaaten, was das Unionsschutzklauselverfahren auslöst (Art. 38 und Art. 39). Konforme Produkte, die dennoch ein Risiko darstellen, können ebenso behandelt werden (Art. 40), und formale Nichtkonformität wie eine fehlerhaft angebrachte CE-Kennzeichnung, eine fehlende Kennnummer der notifizierten Stelle, eine fehlende oder falsche Erklärung, unvollständige technische Unterlagen oder eine fehlende Kennzeichnung muss beendet werden oder führt zu Beschränkung, Verbot, Rücknahme oder Rückruf (Art. 41). Notifizierte Stellen müssen die notifizierende Behörde über verweigerte, eingeschränkte, ausgesetzte oder entzogene Bescheinigungen unterrichten und an der sektoralen Gruppe der notifizierten Stellen teilnehmen (Art. 34 und Art. 36).
Die Sanktionen werden national festgelegt und müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein (Art. 48). In Dänemark gilt die Bekendtgørelse nr. 1135 vom 9. Juli 2022 über Düngemittel und Bodenverbesserungsmittel für EU-Düngeprodukte und EG-Düngemittel neben nationalen Düngemitteln. Sie wurde aufgrund des Gesetzes über Düngemittel und Bodenverbesserungsmittel erlassen, das zum Zeitpunkt des Erlasses als Lovbekendtgørelse nr. 16 vom 4. Januar 2017 konsolidiert war und seither als Lovbekendtgørelse nr. 1052 vom 10. Juli 2023 neu konsolidiert wurde; Landbrugsstyrelsen registriert Einführer, Hersteller, Verpacker und Händler von Düngemitteln, kontrolliert die Einhaltung der Verordnung, veröffentlicht ihre Kontrollergebnisse einschließlich der Firmennamen, erhält die Ergebnisse der Detonationstests für Ammoniumnitrat-Düngemittel 5 Tage vor der Vermarktung und ahndet Verstöße gegen die Artikel 5, 6, 7 Absatz 2, 8, 9, 11 und 12 der Verordnung mit Geldbußen, wobei Unternehmen nach Kapitel 5 des Strafgesetzbuchs haften (§ 5, § 18, § 20, § 23 und § 24 der Bekendtgørelse). Das dänische Produkt- und Marktüberwachungsgesetz (Lovbekendtgørelse nr. 22 vom 8. Januar 2026) führt die Verordnung nicht unter den Rechtsakten seines § 2 auf, sodass Düngeprodukte bei Landbrugsstyrelsen verbleiben und nicht bei der allgemeinen Marktüberwachungsbehörde.
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Quellen
- Verordnung (EU) 2019/1009 über EU-Düngeprodukte, konsolidierte Fassung vom 1. Juli 2026 (EUR-Lex)
- Verordnung (EU) 2019/1009 in der im ABl. L 170 vom 25. Juni 2019 veröffentlichten Fassung (EUR-Lex)
- Dokumentinformationen, Daten und Verknüpfungen zu CELEX 32019R1009 (EUR-Lex)
- Delegierte Verordnungen (EU) 2021/2086, 2021/2087, 2021/2088 und 2022/1171 zur Hinzufügung von CMC 12 bis CMC 15 (EUR-Lex)
- Verordnung (EU) 2024/2516 über die digitale Kennzeichnung von EU-Düngeprodukten (EUR-Lex)
- Delegierte Verordnung (EU) 2025/1421 über die Konformitätsbewertungsverfahren (EUR-Lex)
- Verordnung (EU) 2019/1020 über die Marktüberwachung und die Konformität von Produkten (EUR-Lex)
- Düngeprodukte (Europäische Kommission, GD GROW)
- Die Düngeprodukte-Verordnung, Häufig gestellte Fragen (Europäische Kommission, GD GROW)
- Bekendtgørelse nr. 1135 af 9. juli 2022 om gødning og jordforbedringsmidler m.v. (Retsinformation)
- Lovbekendtgørelse nr. 1052 af 10. juli 2023 af lov om gødning og jordforbedringsmidler m.v. (Retsinformation)
Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.