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CER Food & Cosmetics 10 min

CER: Keramikrichtlinie (Richtlinie 84/500/EWG), erklärt

Die Keramikrichtlinie begrenzt, wie viel Blei und Cadmium Keramik-, Koch- und Aufbewahrungsgeschirr für Lebensmittelkontakt abgeben darf, und verlangt eine schriftliche Konformitätserklärung von Hersteller oder EU-Verkäufer. Nicht konforme Erzeugnisse sind seit dem 17. Oktober 1989 verboten; die Erklärungspflicht gilt seit dem 20. Mai 2006.

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Überprüft am 24. September 2026 von Conphora compliance team · Nächste Überprüfung 11. März 2027 · Keine Rechtsberatung

Für wen es gilt

Erfasst vom Rechtsakt

  • Keramikgegenstände, die in ihrem Fertigzustand dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, oder die mit Lebensmitteln in Berührung stehen und dazu bestimmt sind (Art. 1 Abs. 2)
  • Als Keramik gilt ein aus einem Gemisch anorganischer Stoffe mit im Allgemeinen hohem Ton- oder Silikatgehalt hergestelltes Erzeugnis, dem geringe Mengen organischer Stoffe zugesetzt sein können, das geformt und anschließend durch Brennen dauerhaft fixiert wird; die Erzeugnisse können glasiert, emailliert und/oder verziert sein (Art. 1 Abs. 3)
  • Erzeugnisse werden in drei Kategorien eingeteilt: nicht befüllbare Erzeugnisse und befüllbare Erzeugnisse mit einer Tiefe von höchstens 25 mm (Kategorie 1), alle anderen befüllbaren Erzeugnisse (Kategorie 2) sowie Kochgeschirr und Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern (Kategorie 3); in der Praxis erfasst dies Teller, Schüsseln und anderes flaches Geschirr, Tassen, Becher, Schalen, Krüge und anderes Hohlgeschirr, Kochgeschirr und keramische Aufbewahrungsbehälter (Art. 2 Abs. 4)
  • Gefäße mit einem keramischen Deckel, Gefäß und Deckel getrennt geprüft, wobei die Summe auf das Gefäß allein bezogen wird (Art. 2 Abs. 3)
  • Der Hersteller des fertigen Erzeugnisses, der in der Union niedergelassene Verkäufer, der die Erklärung ausstellt, und der Einführer in die Union, der die Prüfdokumentation vorhalten muss (Art. 2a und Anhang III)

Abgeleitete und nachgelagerte Produkte

  • Artikel 1 Absatz 1 bezeichnet die Richtlinie weiterhin als Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 3 der Richtlinie 76/893/EWG; die Richtlinie 89/109/EWG hob jene Richtlinie auf und bestimmte, dass Verweise auf sie als Verweise auf die Richtlinie 89/109/EWG gelten (Art. 10), und die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 hob ihrerseits die Richtlinie 89/109/EWG auf und bestimmte, dass Verweise auf die aufgehobenen Richtlinien als Verweise auf die Verordnung gelten (Art. 26); der Verweis in Artikel 1 Absatz 1 ist daher als Verweis auf die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 zu lesen, und die Richtlinie 2005/31/EG bezeichnet die Keramikrichtlinie als Einzelmaßnahme im Sinne von Artikel 5 jener Verordnung, sodass die allgemeinen Anforderungen, die Kennzeichnung, die Rückverfolgbarkeit und die Kontrollen des Rahmens zusätzlich zu den Blei- und Cadmiumgrenzwerten gelten
  • Da die Rahmenverordnung nicht für als Antiquitäten gelieferte Materialien und Gegenstände gilt, fallen antike Keramikgegenstände nicht unter die Lebensmittelkontakt-Regelung, während die Richtlinie selbst keine Antiquitätenklausel enthält (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 1 Abs. 3 Buchst. a)
  • Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a verpflichtete den Rat, innerhalb von drei Jahren nach der Notifizierung Grenzwerte für die mit dem Mund in Berührung kommenden Bereiche von Keramikgegenständen festzulegen; die konsolidierte Fassung vom 20. Mai 2005 enthält keinen solchen Randgrenzwert, sodass die EU-Grenzwerte für das gesamte Gefäß gelten, während die dänische Verordnung einen gesonderten Randgrenzwert für Trinkgefäße festlegt (bilag 4, kategori I, Nr. 3)
  • Keramik ist eine von 17 Werkstoffgruppen in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004; Glas und emailliertes Metall sind eigene Gruppen ohne EU-Einzelmaßnahme, sodass für sie nationale Vorschriften nach Artikel 6 der Rahmenverordnung gelten, und Dänemark wendet die Keramikgrenzwerte national auch auf emaillierte Gegenstände und Glaswaren an (Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020, § 14)
  • Die gute Herstellungspraxis nach der Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 gilt für jeden Unternehmer, der Keramik-Lebensmittelkontaktgegenstände herstellt, ab dem 1. August 2008, auf allen Stufen bis zur, aber ausgenommen die, Herstellung von Ausgangsstoffen (Art. 1, Art. 2 und Art. 8)

Rollen nach dem Rechtsakt

Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs)

Die natürlichen oder juristischen Personen, die sicherstellen müssen, dass die Anforderungen des Rahmens für Lebensmittelkontaktmaterialien in dem ihrer Kontrolle unterstehenden Unternehmen erfüllt werden; ein Unternehmen ist jede der Erzielung von Gewinnen dienende oder nicht dienende, öffentliche oder private Einrichtung, die eine mit einer Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs von Materialien und Gegenständen zusammenhängende Tätigkeit ausübt. Für Keramik nennt die Richtlinie drei von ihnen: den Hersteller, den in der Gemeinschaft niedergelassenen Verkäufer und den Einführer.

Quelle · Art. 2 Abs. 2 Buchst. c und dQuelle · Art. 2a
Hersteller des fertigen Keramikgegenstands

Das Unternehmen, das den fertigen Keramikgegenstand herstellt und dessen Name und Anschrift in der Konformitätserklärung erscheinen müssen; es stellt diese Erklärung für Gegenstände aus, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, und muss den zuständigen nationalen Behörden auf Verlangen die Analyseergebnisse, die Prüfbedingungen sowie Name und Anschrift des Prüflabors zur Verfügung stellen.

Quelle · Art. 2a Abs. 1, Art. 2a Abs. 2 und Anhang III Nr. 1
Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer

Der Einführer, der den Keramikgegenstand in die Gemeinschaft einführt, dessen Name und Anschrift neben denen des Herstellers in der Konformitätserklärung erscheinen müssen und der wie der Hersteller den Behörden auf Verlangen die Prüfdokumentation zur Verfügung stellen muss; als in der Gemeinschaft niedergelassener Verkäufer kann er die Erklärung selbst ausstellen. Nach der Rahmenverordnung müssen sein Name und seine Anschrift den Gegenstand als den in der Gemeinschaft niedergelassenen, für das Inverkehrbringen verantwortlichen Verkäufer begleiten, und die dänische Verordnung behandelt den Einführer für Rücknahme und Benachrichtigung wie den Hersteller.

Quelle · Art. 2a Abs. 1, Art. 2a Abs. 2 und Anhang III Nr. 1Quelle · Art. 15 Abs. 1 Buchst. cQuelle · § 7
Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler

Ein Unternehmen auf den Vermarktungsstufen nach der Herstellung oder Einfuhr, bis einschließlich der Einzelhandelsstufe, das Keramikgegenstände zum Verkauf bereithält oder weitergibt; die Konformitätserklärung muss die Gegenstände auf jeder dieser Stufen begleiten, die Kennzeichnungsangaben müssen im Einzelhandel in einer für die Käufer leicht verständlichen Sprache angezeigt werden, und das Unternehmen muss seine Lieferanten und Abnehmer feststellen können.

Quelle · Art. 2a Abs. 1Quelle · Art. 2 Abs. 1 Buchst. b, Art. 15 Abs. 4, Art. 15 Abs. 7 und Art. 17 Abs. 2

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Die Regeln hinter diesem Check
  1. Dekorativer Keramikgegenstand, der nicht für den Lebensmittelkontakt bestimmt ist (Vase, Ziergegenstand, Wandteller) · beliebig · beliebig Nicht im Anwendungsbereich Die Richtlinie betrifft nur Keramikgegenstände, die in ihrem Fertigzustand dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, oder die dazu mit Lebensmitteln in Berührung stehen; die Konformitätserklärung wurde gerade eingeführt, um Lebensmittelkontakt-Keramik von dekorativen Gegenständen zu unterscheiden. Ein dekorativer Gegenstand darf nicht so dargestellt werden, dass Verbraucher irregeführt werden, ihn für Lebensmittel zu verwenden. Quelle · Art. 1 Abs. 2Quelle · Erwägungsgrund 3Quelle · Art. 3 Abs. 2
  2. Glas-, Kristall- oder emailliertes Metallerzeugnis für Lebensmittelkontakt (keine Keramik) · beliebig · beliebig Nicht im Anwendungsbereich Glas und emailliertes Metall sind keine Keramikgegenstände im Sinne von Artikel 1 Absatz 3 und haben keine EU-Einzelmaßnahme; für sie gelten die allgemeinen Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und etwaige nach ihrem Artikel 6 erlassene nationale Maßnahmen. In Dänemark wendet die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 dieselben Blei- und Cadmiumgrenzwerte und dieselbe Prüfung auf emaillierte Gegenstände und Glaswaren an. Quelle · Art. 1 Abs. 3Quelle · Art. 3, Art. 6 und Anhang I Nr. 3, 6 und 8Quelle · § 14 und § 16
  3. Als Antiquität gelieferter Keramikgegenstand · beliebig · beliebig Kommt darauf an Die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 gilt nicht für als Antiquitäten gelieferte Materialien und Gegenstände, und die Richtlinie ist eine Einzelmaßnahme nach jener Verordnung; die Richtlinie selbst enthält keine Antiquitätenklausel, sodass entscheidend ist, ob ein alter Keramikgegenstand als Antiquität oder als Geschirr zum Gebrauch geliefert wird. Fødevarestyrelsen warnt Verbraucher, dass alte glasierte Keramik, Erbstücke und Flohmarktfunde Blei enthalten können und dass bunte Glasuren die typische Quelle sind. Quelle · Art. 1 Abs. 3 Buchst. aQuelle · Erwägungsgrund 1QuelleQuelle
  4. Teller, Schale, Untertasse, Fliese oder ein anderer keramischer Gegenstand, der nicht befüllbar ist oder befüllbar, aber höchstens 25 mm tief (Kategorie 1) · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Erzeugnisse der Kategorie 1, nicht befüllbar oder befüllbar mit einer von der niedrigsten Stelle bis zur Ebene durch den oberen Rand gemessenen inneren Tiefe von höchstens 25 mm, dürfen in der Anhang-I-Prüfung höchstens 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium abgeben; die Oberfläche ist die der freien Flüssigkeitsoberfläche bei vorschriftsmäßiger Füllung. Quelle · Art. 2 Abs. 4 und Anhang I Nr. 4
  5. Tasse, Becher, Schüssel, Krug, Teekanne oder ein anderer befüllbarer keramischer Gegenstand über 25 mm Tiefe (Kategorie 2) · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Kategorie 2, alle anderen befüllbaren Erzeugnisse, dürfen höchstens 4,0 mg/l Blei und 0,3 mg/l Cadmium abgeben, wenn sie 24 Stunden bei 22 °C bis auf 1 mm unterhalb des Überlaufpunkts mit 4%iger Essigsäure gefüllt werden. Quelle · Art. 2 Abs. 4 und Anhang I Nr. 2.1 und 3.1
  6. Keramisches Kochgeschirr oder keramische Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter mit einem Fassungsvermögen über drei Litern (Kategorie 3) · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Kategorie 3 umfasst Kochgeschirr ohne Fassungsvermögensgrenze sowie Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern; für beide gelten die strengeren Grenzwerte von 1,5 mg/l Blei und 0,1 mg/l Cadmium. Quelle · Art. 2 Abs. 4
  7. Keramikgefäß mit einem keramischen Deckel (Kasserolle, Terrine, Vorratsgefäß) · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Besteht ein Keramikgegenstand aus einem Gefäß mit einem keramischen Deckel, gilt der für das Gefäß allein geltende Grenzwert; Gefäß und Deckelinnenseite werden getrennt unter denselben Bedingungen geprüft, und die beiden Auslaugungswerte werden addiert und auf die Oberfläche oder das Volumen des Gefäßes allein bezogen. Quelle · Art. 2 Abs. 3
  8. Keramikbecher, -tasse oder -kelch, aus dem unmittelbar getrunken wird und dessen Rand mit dem Mund in Berührung kommt · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Ein Becher oder eine Tasse ist ein Erzeugnis der Kategorie 2 nach der Richtlinie, die keinen gesonderten Randgrenzwert festlegt: Die in Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a vorgesehenen Mundkontakt-Beschränkungen erscheinen nicht in der konsolidierten Fassung vom 20. Mai 2005. In Dänemark müssen Trinkgefäße zusätzlich den Grenzwert der kategori I von 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium auf einem 2 cm breiten Band entlang des oberen Randes, innen und außen, einhalten. Quelle · Art. 2 Abs. 4 und Art. 4 Abs. 1 Buchst. aQuelle · bilag 4, kategori I, Nr. 3 und Anmerkung 2, und bilag 6, Teil A, Nr. 2.3 und der folgende nicht nummerierte Absatz zur Bestimmung der Oberfläche von Erzeugnissen der kategori I
  9. Keramikverpackung, die beim Verkauf bereits mit Lebensmitteln gefüllt ist (Steinguttopf, Krug, Flasche) · Hersteller des fertigen Keramikgegenstands, Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer, Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler, Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs) · beliebig Im Anwendungsbereich Keramikgegenstände, die bereits mit Lebensmitteln in Berührung stehen und dazu bestimmt sind, fallen unter die Richtlinie und müssen die Kategorie-Grenzwerte einhalten; die schriftliche Konformitätserklärung ist nur für Gegenstände erforderlich, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, doch die Prüfdokumentation muss den Behörden weiterhin auf Verlangen zur Verfügung stehen. Quelle · Art. 1 Abs. 2, Art. 2a Abs. 1 und Art. 2a Abs. 2
  10. beliebig · beliebig · beliebig Kommt darauf an Ob die Richtlinie gilt, hängt davon ab, ob der Gegenstand Keramik im Sinne von Artikel 1 Absatz 3 ist, ob er für den Lebensmittelkontakt bestimmt ist, welcher der drei Kategorien ihn Form und Fassungsvermögen zuordnen, und welche Rolle das Unternehmen in der Kette einnimmt; die Richtlinie enthält keine Unternehmensgrößenschwelle. Quelle · Art. 1, Art. 2 Abs. 4 und Art. 2a

Wichtige Termine

  1. Richtlinie 84/500/EWG des Rates vom Rat in Luxemburg angenommen Quelle · Titel und Unterschriftsblock nach Art. 6
  2. Richtlinie den Mitgliedstaaten notifiziert; die Umsetzungsfristen des Artikels 5 laufen ab diesem Datum Quelle · Art. 5 Abs. 1 und Fußnote 5 zu Art. 4 Abs. 1
  3. Veröffentlichung im ABl. L 277 vom 20. Oktober 1984, Seite 12 Quelle · ABl. L 277 vom 20.10.1984, S. 12
  4. Drei Jahre nach der Notifizierung: Die Mitgliedstaaten müssen den Handel mit Keramikgegenständen zulassen, die der Richtlinie entsprechen; Frist für den Rat, Grenzwerte für die mit dem Mund in Berührung kommenden Bereiche festzulegen, und für die Kommission, die Grenzwerte und die Beleuchtungsbedingungen der Prüfung erneut zu prüfen Quelle · Art. 4 und Art. 5 Abs. 1 erster Gedankenstrich
  5. Fünf Jahre nach der Notifizierung: Das Inverkehrbringen von Keramikgegenständen, die der Richtlinie nicht entsprechen, ist verboten; die Mitgliedstaaten können auch deren Herstellung verbieten Quelle · Art. 5 Abs. 1 zweiter Gedankenstrich, und Art. 5 Abs. 2
  6. Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 in Kraft: der Rahmen für alle Lebensmittelkontaktmaterialien, mit Keramik als einer von 17 Werkstoffgruppen, für die Einzelmaßnahmen erlassen werden können; die Richtlinie 89/109/EWG wird aufgehoben Quelle · Art. 5 Abs. 1, Art. 26, Art. 28 und Anhang I Nr. 3
  7. Richtlinie 2005/31/EG der Kommission in Kraft, am zwanzigsten Tag nach der Veröffentlichung im ABl. L 110 vom 30. April 2005: Sie fügt Artikel 2a über die Konformitätserklärung ein, ersetzt Anhang II durch Leistungskriterien für die Analysemethode und fügt Anhang III hinzu Quelle · Art. 1 und Art. 3
  8. Frist für die Mitgliedstaaten, die Umsetzungsvorschriften zur Richtlinie 2005/31/EG zu erlassen und zu veröffentlichen; der Handel mit und die Verwendung von ihr entsprechenden Keramikgegenständen muss ab diesem Datum zugelassen sein Quelle · Art. 2 Abs. 1 Unterabsatz 1 und Buchst. a
  9. Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 gilt: Rückverfolgbarkeitssysteme zur Feststellung der Unternehmen, von denen und an die Keramikgegenstände geliefert wurden Quelle · Art. 17 und Art. 28
  10. Herstellung und Einfuhr in die Gemeinschaft von Keramikgegenständen, die der Richtlinie 2005/31/EG nicht entsprechen (Konformitätserklärung, Belegdokumentation, analytische Leistungskriterien), verboten Quelle · Art. 2 Abs. 1 Buchst. b
  11. Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 über gute Herstellungspraxis gilt für alle Branchen und alle Stufen der Herstellung, Verarbeitung und des Vertriebs von Lebensmittelkontaktmaterialien, bis zur, aber ausgenommen die, Herstellung von Ausgangsstoffen, Keramik eingeschlossen Quelle · Art. 1, Art. 2 und Art. 8
  12. Verordnung (EU) 2017/625 über amtliche Kontrollen gilt und hebt die Verordnung (EG) Nr. 882/2004 auf, die Artikel 24 Abs. 3 der Rahmenverordnung weiterhin zitiert Quelle · Art. 146 Abs. 1 und Art. 167 Abs. 1
  13. Dänische Bekendtgørelse nr. 681 af 25. maj 2020 om fødevarekontaktmaterialer in Kraft, ersetzt die Verordnung nr. 1248 af 30. oktober 2018: Sie setzt die Richtlinie um, wendet dieselben Blei- und Cadmiumgrenzwerte auf Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren an, fügt einen Randgrenzwert hinzu und verlangt die Keramik-Konformitätserklärung bis einschließlich zum Einzelhandel Quelle · Fußnote 1, § 14, § 15, § 25 und bilag 4, 5 und 6
  14. TRIS-Notifizierung 2025/0387/DK eingegangen: Dänemark notifiziert einen Verordnungsentwurf, der die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 aufheben, am 1. Januar 2026 wirksam werden und ab dem 1. Juli 2026 niedrigere, in Mikrogramm ausgedrückte Blei- und Cadmiumgrenzwerte für Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren anwenden würde; die Stillhaltefrist wurde bis zum 19. Januar 2026 verlängert, Spanien gab eine ausführliche Stellungnahme ab, und mit Stand 17. September 2026 führt Retsinformation weiterhin die Verordnung nr. 681 als geltende Verordnung Quelle · NotifizierungsdetailsQuelle · § 10, § 16 und bilag 5Quelle · Dokumentstatus

Was Sie tun müssen

Pflichten nach Rolle

Hersteller des fertigen Keramikgegenstands12
  • Die von jedem Erzeugnis abgegebene Menge Blei und Cadmium innerhalb des Grenzwerts seiner Kategorie halten: 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium für Kategorie 1 (nicht befüllbar oder bis 25 mm tief), 4,0 mg/l und 0,3 mg/l für Kategorie 2 (andere befüllbare Erzeugnisse), 1,5 mg/l und 0,1 mg/l für Kategorie 3 (Kochgeschirr, Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter über drei Litern). Art. 2 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 4
  • Die Migration mit der Anhang-I-Prüfung bestimmen: frisch zubereitete 4%ige (V/V) Essigsäure, 22 ± 2 °C für 24 ± 0,5 Stunden, befüllbare Erzeugnisse bis auf 1 mm unterhalb des Überlaufpunkts gefüllt (6 mm entlang eines flachen oder geneigten Randes), nicht befüllbare Erzeugnisse nach Schutz der nicht kontaktierenden Oberfläche eingetaucht, die Probe abgedeckt und bei der Cadmiumbestimmung völlig lichtgeschützt gehalten, und Gefäße mit Deckel getrennt von Gefäß und Deckel geprüft. Art. 2 Abs. 2, Art. 2 Abs. 3 und Anhang I Nr. 1 bis 4
  • Eine instrumentelle Analysemethode verwenden, die die Leistungskriterien des Anhangs II erfüllt: Nachweisgrenzen von höchstens 0,1 mg/l Blei und 0,01 mg/l Cadmium, Bestimmungsgrenzen von höchstens 0,2 und 0,02 mg/l, Wiederfindung von 80 bis 120 %, Freiheit von Matrix- und Spektralstörungen, ein Blindwert für jede Serie, und Proben in Haushaltsspülmittel bei etwa 40 °C gewaschen und danach nicht mehr an der Prüfoberfläche berührt. Anhang II Nr. 2, 4 und 5 (M1)
  • Die Toleranz nur so nutzen, wie die Richtlinie es erlaubt: Ein Erzeugnis, das einen Grenzwert um höchstens 50 % überschreitet, gilt weiterhin als konform, wenn mindestens drei weitere Erzeugnisse derselben Form, Abmessungen, Verzierung und Glasur geprüft werden und ihr Durchschnitt den Grenzwert nicht überschreitet, wobei keines von ihnen ihn um mehr als 50 % überschreiten darf. Art. 2 Abs. 5
  • Die schriftliche Konformitätserklärung für Erzeugnisse ausstellen, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, sodass sie diese auf jeder Vermarktungsstufe bis einschließlich des Einzelhandels begleitet; Name und Anschrift von Ihnen und des Einführers in die Union, die Identität des Erzeugnisses, das Datum und die Bestätigung angeben, dass das Erzeugnis den einschlägigen Anforderungen der Richtlinie und der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 entspricht; sie leicht den Waren zuordenbar machen und erneuern, wenn wesentliche Änderungen der Herstellung die Blei- oder Cadmiummigration verändern. Art. 2a Abs. 1 und Anhang III
  • Geeignete Unterlagen führen, die die Einhaltung der Migrationsgrenzwerte nachweisen und die Ergebnisse der durchgeführten Analyse, die Prüfbedingungen sowie Name und Anschrift des Labors enthalten, das die Prüfung durchgeführt hat, und sie den zuständigen nationalen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 2a Abs. 2
  • Nach guter Herstellungspraxis mit einem dokumentierten Qualitätssicherungssystem und einem Qualitätskontrollsystem produzieren, sodass die Erzeugnisse keine Bestandteile in Mengen an Lebensmittel abgeben, die die Gesundheit gefährden, deren Zusammensetzung unvertretbar verändern oder Geschmack oder Geruch beeinträchtigen. Art. 3 Abs. 1Art. 4, Art. 5 und Art. 6
  • Unterlagen zu Spezifikationen, Rezepturen, Verarbeitung und Qualitätskontrollergebnissen führen und den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 7
  • Erzeugnisse, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, mit dem Hinweis für Lebensmittelkontakt, einer spezifischen Verwendungsangabe oder dem Symbol des Anhangs II kennzeichnen, sofern das Erzeugnis nicht eindeutig für den Lebensmittelkontakt bestimmt ist, sowie mit besonderen Anwendungshinweisen für die sichere und sachgemäße Verwendung. Art. 15 Abs. 1 Buchst. a und b sowie Art. 15 Abs. 2
  • Ihren Namen oder Ihre Firma und Anschrift oder Ihren Sitz auf dem Erzeugnis, seiner Verpackung, einem Etikett oder den Begleitdokumenten anbringen. Art. 15 Abs. 1 Buchst. c
  • Die Erzeugnisse kennzeichnen oder anderweitig identifizieren, sodass sie rückverfolgt werden können. Art. 15 Abs. 1 Buchst. d und Art. 17 Abs. 2
  • Systeme und Verfahren führen, die die von Ihnen belieferten Unternehmen und die Sie beliefernden Unternehmen feststellen, und diese Angaben den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 17 Abs. 2
Einführer in die Union oder in der Union niedergelassener, für das Inverkehrbringen verantwortlicher Verkäufer9
  • Nur Keramikgegenstände einführen, die die Kategorie-Grenzwerte einhalten: Seit dem 20. Mai 2007 müssen die Mitgliedstaaten die Einfuhr von Keramikgegenständen in die Union verbieten, die der durch die Richtlinie 2005/31/EG geänderten Richtlinie nicht entsprechen. Art. 2 Abs. 1 Buchst. bArt. 2 Abs. 4
  • Sicherstellen, dass eine schriftliche Konformitätserklärung die Erzeugnisse ab Ihrem ersten Verkauf begleitet; sie kann vom Hersteller oder von Ihnen als in der Union niedergelassenem Verkäufer ausgestellt werden und muss sowohl den Hersteller des fertigen Erzeugnisses als auch Sie als Einführer benennen, das Erzeugnis identifizieren, ein Datum tragen und die Übereinstimmung mit der Richtlinie und der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 bestätigen. Art. 2a Abs. 1 und Anhang III
  • Die Belegdokumentation, die Analyseergebnisse, die Prüfbedingungen sowie Name und Anschrift des Prüflabors vorhalten und den zuständigen nationalen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen; die Richtlinie legt diese Pflicht sowohl dem Einführer in die Union als auch dem Hersteller auf. Art. 2a Abs. 2
  • Ihren Namen oder Ihre Firma und Anschrift auf dem Erzeugnis, seiner Verpackung oder einem Etikett als der in der Union niedergelassene, für das Inverkehrbringen verantwortliche Verkäufer anbringen. Art. 15 Abs. 1 Buchst. c
  • Prüfen, dass der Hinweis für Lebensmittelkontakt und etwaige besondere Anwendungshinweise auf dem Erzeugnis, seiner Verpackung oder einem Etikett vorhanden sind. Art. 15 Abs. 1 Buchst. a und b
  • Systeme und Verfahren führen, die Ihre Lieferanten und Ihre gewerblichen Abnehmer feststellen, und diese Angaben den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 17 Abs. 2
  • In Dänemark, wenn Sie annehmen oder Grund zu der Annahme haben, dass von Ihnen eingeführte Keramik die Lebensmittelsicherheitsanforderungen nicht erfüllt und nicht mehr Ihrer Kontrolle unterliegt, sie vom Markt nehmen, Fødevarestyrelsen unverzüglich benachrichtigen und, wenn sie Verbraucher erreicht hat, die Verbraucher wirksam informieren und die Erzeugnisse gegebenenfalls zurückrufen. § 7
  • In Dänemark auch Trinkgefäße gegen den Randgrenzwert prüfen und dieselben Grenzwerte und dieselbe Prüfung auf emaillierte Gegenstände und Glaswaren anwenden. § 14 und bilag 4
  • In Dänemark die Keramik-Erklärung sowie die Hintergrunddokumentation in der von der dänischen Verordnung vorgeschriebenen Form zur Verfügung stellen; die Erklärung kann auf Ihrer Website veröffentlicht werden, wenn die nachfolgenden Glieder der Kette informiert sind. § 15 Abs. 1 und 2 sowie bilag 5 Nr. 4
Vertreiber, Großhändler oder Einzelhändler4
  • Nur Keramikgegenstände verkaufen, denen die schriftliche Konformitätserklärung beiliegt; die Richtlinie verlangt sie auf allen Vermarktungsstufen bis einschließlich der Einzelhandelsstufe für Erzeugnisse, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind. Art. 2a Abs. 1
  • Im Einzelhandel die Kennzeichnungsangaben auf dem Erzeugnis, seiner Verpackung, einem Etikett oder einem gut sichtbaren Hinweis in der Nähe anzeigen, und keine Erzeugnisse verkaufen, deren Hinweis für Lebensmittelkontakt und Anwendungshinweise nicht in einer für die Käufer leicht verständlichen Sprache gegeben sind. Art. 15 Abs. 4 und Art. 15 Abs. 7
  • Systeme und Verfahren führen, die die Unternehmen feststellen, von denen und an die die Erzeugnisse geliefert wurden, und diese Angaben den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 17 Abs. 2
  • In Dänemark keine Lebensmittelkontaktmaterialien vermarkten, die die allgemeinen Anforderungen nicht erfüllen, und als verantwortliches Unternehmen von Ihnen vertriebene nicht konforme Keramik zurücknehmen, Fødevarestyrelsen benachrichtigen und Verbraucher informieren, soweit die Erzeugnisse sie erreicht haben. § 6 Abs. 1 und § 7
Unternehmer (auf jeder Stufe der Herstellung, Verarbeitung oder des Vertriebs)4
  • Sicherstellen, dass die Ihrer Kontrolle unterstehenden Keramikgegenstände unter normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen ihre Bestandteile nicht in Mengen an Lebensmittel abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden könnten, eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel bewirken oder deren Geschmack, Geruch oder Erscheinungsbild beeinträchtigen, und dass ihre Kennzeichnung, Werbung und Aufmachung die Verbraucher nicht irreführen. Art. 3
  • Ein wirksames und dokumentiertes, der Unternehmensgröße angemessenes Qualitätssicherungssystem sowie ein Qualitätskontrollsystem betreiben, das Abweichungen erkennt und behebt. Art. 5 und Art. 6
  • Unterlagen zu Spezifikationen, Verarbeitung und Qualitätskontrollergebnissen führen und den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung stellen. Art. 7
  • Gilt eine Einzelmaßnahme, Unterlagen bereithalten, die die Einhaltung dieser Maßnahme nachweisen, und sie den zuständigen Behörden auf Verlangen aushändigen. Art. 16 Abs. 1

CER in einfachen Worten

Die Keramikrichtlinie, förmlich die Richtlinie 84/500/EWG des Rates, ist die EU-Einzelmaßnahme für einen Werkstoff und zwei Gefahrstoffe: Blei und Cadmium, die aus Keramikgegenständen in Lebensmittel übergehen können. Sie betrifft die mögliche Migration von Blei und Cadmium aus Keramikgegenständen, die in ihrem Fertigzustand dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, oder die dazu mit Lebensmitteln in Berührung stehen (Art. 1 Abs. 2). Statt eines allgemeinen Sicherheitsgrundsatzes legt sie messbare Grenzwerte je Erzeugniskategorie fest, eine einzige Migrationsprüfung in 4%iger Essigsäure und Leistungskriterien für die Analyse (Art. 2 und Anhänge I und II). Seit der Richtlinie 2005/31/EG der Kommission verlangt sie zudem eine schriftliche Konformitätserklärung und Prüfdokumentation für die Behörden (Art. 2a und Anhang III).

Als Richtlinie wirkt sie über nationales Recht. Sie wurde den Mitgliedstaaten am 17. Oktober 1984 notifiziert; drei Jahre später musste der Handel mit konformen Erzeugnissen zugelassen sein, und fünf Jahre später, ab dem 17. Oktober 1989, musste das Inverkehrbringen nicht konformer Erzeugnisse verboten sein (Art. 5). Die Änderung von 2005 musste bis zum 20. Mai 2006 umgesetzt werden, wobei Herstellung und Einfuhr nicht konformer Erzeugnisse ab dem 20. Mai 2007 verboten wurden (Richtlinie 2005/31/EG, Art. 2).

Amtlicher Text Lesen Sie die Richtlinie auf EUR-Lex: Richtlinie 84/500/EWG des Rates (CELEX 31984L0500), oder die konsolidierte Fassung vom 20. Mai 2005, die die Konformitätserklärung und die aktualisierten Analysekriterien der Richtlinie 2005/31/EG enthält.

Anwendungsbereich

Keramikgegenstände sind Erzeugnisse, die aus einem Gemisch anorganischer Stoffe mit im Allgemeinen hohem Ton- oder Silikatgehalt hergestellt sind, dem geringe Mengen organischer Stoffe zugesetzt sein können; sie werden zunächst geformt, und die Form wird durch Brennen dauerhaft fixiert, und sie können glasiert, emailliert und/oder verziert sein (Art. 1 Abs. 3). Steingut-, Ton-, Porzellan- und Knochenporzellan-Teller, -Becher, -Schüsseln, -Krüge, -Kasserollen und -Vorratsgefäße sind die typischen Fälle. Glas und emailliertes Metall sind keine Keramikgegenstände: Sie sind eigene Werkstoffgruppen in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 ohne EU-Einzelmaßnahme, sodass nationale Vorschriften nach Artikel 6 jener Verordnung für sie gelten (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 6 und Anhang I). Dekorative Keramik, die nicht für Lebensmittel bestimmt ist, fällt nicht unter die Richtlinie, und die Konformitätserklärung wurde gerade eingeführt, um Lebensmittelkontakt-Keramik von dekorativen Gegenständen zu unterscheiden (Richtlinie 2005/31/EG, Erwägungsgrund 3). Als Antiquitäten gelieferte Materialien und Gegenstände fallen ganz aus der Rahmenverordnung heraus (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 1 Abs. 3 Buchst. a).

Artikel 1 Absatz 1 bezeichnet die Richtlinie weiterhin als Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 3 der Richtlinie 76/893/EWG. Die Richtlinie 89/109/EWG hob jene Richtlinie auf und bestimmte, dass Verweise auf sie als Verweise auf die Richtlinie 89/109/EWG gelten (Art. 10); die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 hob dann die Richtlinie 89/109/EWG auf und bestimmte, dass Verweise auf die aufgehobenen Richtlinien als Verweise auf die Verordnung gelten (Art. 26). Der Verweis in Artikel 1 Absatz 1 ist daher als Verweis auf die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 zu lesen, und die Richtlinie 2005/31/EG bezeichnet die Keramikrichtlinie dementsprechend als Einzelmaßnahme im Sinne von Artikel 5 jener Verordnung (Erwägungsgrund 1). Die praktische Folge ist, dass die allgemeinen Anforderungen, die Kennzeichnung, die Erklärung, die Rückverfolgbarkeit, die Kontrollen und die Sanktionen des Rahmens zusätzlich zu den Blei- und Cadmiumgrenzwerten für Keramikgegenstände gelten und dass Keramikhersteller nach den Vorschriften über gute Herstellungspraxis der Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 arbeiten müssen, die seit dem 1. August 2008 gelten (Art. 8).

Die Pflichten treffen den Hersteller des fertigen Erzeugnisses, den in der Union niedergelassenen Verkäufer, der die Erklärung ausstellen kann, und den Einführer in die Union, der die Prüfdokumentation vorhalten muss (Art. 2a und Anhang III Nr. 1); Vertreiber und Einzelhändler müssen dafür sorgen, dass die Erklärung die Ware begleitet, da sie auf allen Vermarktungsstufen bis einschließlich der Einzelhandelsstufe erforderlich ist (Art. 2a Abs. 1).

Was Sie tun müssen

Die Grenzwerte

Die aus Keramikgegenständen übergehenden Mengen an Blei und Cadmium dürfen die in Artikel 2 Absatz 4 festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten; dieser ordnet die Erzeugnisse anhand von Form und Fassungsvermögen drei Kategorien zu. Kategorie 1 umfasst nicht befüllbare Erzeugnisse sowie befüllbare Erzeugnisse, deren innere Tiefe, gemessen von der niedrigsten Stelle bis zur waagerechten Ebene durch den oberen Rand, 25 mm nicht überschreitet: 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium. Kategorie 2 umfasst alle anderen befüllbaren Erzeugnisse: 4,0 mg/l Blei und 0,3 mg/l Cadmium. Kategorie 3 umfasst Kochgeschirr sowie Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern: 1,5 mg/l Blei und 0,1 mg/l Cadmium (Art. 2 Abs. 1 und 4).

Besteht ein Keramikgegenstand aus einem Gefäß mit einem keramischen Deckel, gilt als nicht zu überschreitender Grenzwert der für das Gefäß allein geltende; Gefäß und Deckelinnenseite werden getrennt unter denselben Bedingungen geprüft, und die Summe der beiden Auslaugungswerte wird auf die Oberfläche oder das Volumen des Gefäßes allein bezogen (Art. 2 Abs. 3). Ein Erzeugnis, das einen Grenzwert um höchstens 50 % überschreitet, gilt dennoch als konform, wenn mindestens drei weitere Erzeugnisse derselben Form, Abmessungen, Verzierung und Glasur geprüft werden und der Durchschnitt den Grenzwert nicht überschreitet, wobei keines von ihnen ihn um mehr als 50 % überschreiten darf (Art. 2 Abs. 5).

Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a verpflichtete den Rat, innerhalb von drei Jahren nach der Notifizierung Beschränkungen für die Bereiche von Keramikgegenständen festzulegen, mit denen der Mund bestimmungsgemäß in Berührung kommt, und Artikel 4 Absatz 2 verpflichtete die Kommission, die Grenzwerte im Hinblick auf ihre Senkung erneut zu prüfen. Weder ein Randgrenzwert noch gesenkte Grenzwerte erscheinen in der konsolidierten Fassung vom 20. Mai 2005; die Randfrage wurde in Dänemark national beantwortet (siehe Durchsetzung und Sanktionen).

Die Migrationsprüfung

Die Migration wird durch die Prüfung des Anhangs I mit einer dem Anhang II entsprechenden Analysemethode bestimmt (Art. 2 Abs. 2). Simulanz ist eine frisch zubereitete, 4%ige (V/V) wässrige Essigsäurelösung, und die Prüfung läuft bei 22 ± 2 °C für 24 ± 0,5 Stunden (Anhang I Nr. 1 und 2.1). Wird Blei bestimmt, wird die Probe durch geeignete Schutzmaßnahmen abgedeckt und den üblichen Beleuchtungsbedingungen eines Labors ausgesetzt; werden Cadmium oder Blei und Cadmium bestimmt, wird die Probe so abgedeckt, dass die geprüfte Oberfläche völlig lichtgeschützt bleibt (Anhang I Nr. 2.2). Befüllbare Erzeugnisse werden bis höchstens 1 mm unterhalb des Überlaufpunkts oder höchstens 6 mm entlang eines flachen oder leicht geneigten Randes gefüllt; nicht befüllbare Erzeugnisse erhalten eine gegen die Säure beständige Schutzschicht auf der nicht kontaktierenden Oberfläche und werden dann so eingetaucht, dass die lebensmittelberührende Oberfläche vollständig bedeckt ist (Anhang I Nr. 3). Die Oberfläche eines Erzeugnisses der Kategorie 1 ist die Fläche des Meniskus, den die freie Flüssigkeitsoberfläche bei vorschriftsmäßiger Füllung bildet (Anhang I Nr. 4).

Anhang II schreibt in der durch die Richtlinie 2005/31/EG ersetzten Fassung kein einzelnes Verfahren mehr vor: Es darf jede instrumentelle Methode verwendet werden, die seine Leistungskriterien erfüllt, nämlich Nachweisgrenzen von höchstens 0,1 mg/l für Blei und 0,01 mg/l für Cadmium, Bestimmungsgrenzen von höchstens 0,2 mg/l und 0,02 mg/l, eine Wiederfindung von zugesetztem Blei und Cadmium zwischen 80 und 120 % sowie Freiheit von Matrix- und Spektralstörungen (Anhang II Nr. 4). Die Probe muss sauber und fettfrei sein, in einer Haushaltsspülmittellösung bei etwa 40 °C gewaschen, mit Leitungswasser und dann mit destilliertem Wasser gespült, abgetropft und getrocknet werden und darf danach nicht mehr an der Prüfoberfläche berührt werden; für jede Bestimmungsserie wird ein Blindwert am Reagenz durchgeführt (Anhang II Nr. 5).

Konformitätserklärung und Dokumentation

Auf den Vermarktungsstufen bis einschließlich der Einzelhandelsstufe müssen Keramikgegenstände, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, von einer schriftlichen Erklärung nach Artikel 16 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 begleitet sein, ausgestellt vom Hersteller oder von einem in der Gemeinschaft niedergelassenen Verkäufer (Art. 2a Abs. 1). Anhang III listet ihren Inhalt auf: Name und Anschrift des Unternehmens, das den fertigen Keramikgegenstand herstellt, und des Einführers, der ihn in die Gemeinschaft einführt; die Identität des Keramikgegenstands; das Datum der Erklärung; und die Bestätigung, dass das Erzeugnis den einschlägigen Anforderungen der Richtlinie und der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 entspricht. Die Erklärung muss eine leichte Identifizierung der Ware erlauben, für die sie ausgestellt wird, und muss erneuert werden, wenn wesentliche Änderungen der Herstellung Änderungen der Blei- und Cadmiummigration bewirken (Anhang III).

Hinter der Erklärung steht der Nachweis. Geeignete Unterlagen, die belegen, dass die Erzeugnisse die Migrationsgrenzwerte einhalten, müssen vom Hersteller oder vom Einführer in die Gemeinschaft den zuständigen nationalen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden und müssen die Ergebnisse der durchgeführten Analyse, die Prüfbedingungen sowie Name und Anschrift des Labors enthalten, das die Prüfung durchgeführt hat (Art. 2a Abs. 2).

Pflichten aus dem Rahmen

Da die Richtlinie eine Einzelmaßnahme nach der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 ist, muss auch jeder Unternehmer in der Kette sicherstellen, dass Keramikgegenstände nach guter Herstellungspraxis so hergestellt werden, dass sie unter normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen ihre Bestandteile nicht in Mengen an Lebensmittel abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden könnten, eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel bewirken oder deren organoleptische Eigenschaften beeinträchtigen könnten, und dass ihre Kennzeichnung, Werbung und Aufmachung die Verbraucher nicht irreführen (Art. 3). Erzeugnisse, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, müssen den Hinweis für Lebensmittelkontakt, eine spezifische Verwendungsangabe oder das Symbol des Anhangs II tragen, sofern sie nicht eindeutig für den Lebensmittelkontakt bestimmt sind, sowie etwaige besondere Anwendungshinweise für die sichere Verwendung, den Namen oder die Firma und Anschrift des in der Gemeinschaft niedergelassenen, für das Inverkehrbringen verantwortlichen Herstellers, Verarbeiters oder Verkäufers und die Kennzeichnung, die die Rückverfolgbarkeit sicherstellt (Art. 15). Der Einzelhandel ist verboten, wenn die Verwendungsangaben nicht in einer für die Käufer leicht verständlichen Sprache gegeben sind (Art. 15 Abs. 4). Unternehmer müssen über Systeme verfügen, die die Unternehmen feststellen, von denen und an die Erzeugnisse geliefert wurden (Art. 17 Abs. 2), und Hersteller müssen dokumentierte Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsysteme mit für die Behörden verfügbaren Aufzeichnungen betreiben (Verordnung (EG) Nr. 2023/2006, Art. 4 bis Art. 7).

Pflichten nach Rolle

Hersteller halten die Migration innerhalb der Kategorie-Grenzwerte, prüfen nach Anhang I mit einer dem Anhang II entsprechenden Methode, stellen die Konformitätserklärung aus und halten die Prüfdokumentation vor (Art. 2, Art. 2a und Anhang III). Einführer stellen sicher, dass die Erklärung sie benennt und die Ware begleitet, halten dieselbe Dokumentation für die Behörden vor und kennzeichnen die Erzeugnisse mit ihrem Namen und ihrer Anschrift als der für das Inverkehrbringen verantwortliche Verkäufer (Art. 2a und Anhang III; Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 15 Abs. 1 Buchst. c). Vertreiber und Einzelhändler verkaufen nur Keramik, der die Erklärung beiliegt, zeigen die Kennzeichnungsangaben im Einzelhandel an und führen Rückverfolgbarkeitsaufzeichnungen (Art. 2a Abs. 1; Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 15 Abs. 7 und Art. 17 Abs. 2).

Was sich ändert

Die Kommission erklärt auf ihrer Überarbeitungsseite, dass die derzeitige Belastung durch Blei und Cadmium Anlass zur Sorge geben kann, dass diese Metalle mitunter in erheblichen Mengen sowohl aus keramischen als auch aus glasartigen Lebensmittelkontaktmaterialien freigesetzt werden, und dass sie Maßnahmen eingeleitet hat, um die Migrationsgrenzwerte für Blei und Cadmium zu senken und Grenzwerte für Aluminium, Arsen, Barium, Kobalt, Chrom und Nickel aus keramischen und glasartigen Lebensmittelkontaktmaterialien einzuführen, mit maßgeschneiderten Übergangsplänen, Lieferkettenkontrollen und diskutierten bedingten Ausnahmen für handwerkliche und traditionelle Hersteller. Es wurde kein Änderungsrechtsakt erlassen; die konsolidierte Fassung bleibt die vom 20. Mai 2005.

Dänemark hat den ersten Schritt getan. Am 17. Juli 2025 erhielt die Kommission die TRIS-Notifizierung 2025/0387/DK eines Verordnungsentwurfs, der die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 zum 1. Januar 2026 aufheben und ab dem 1. Juli 2026 Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren auf dem dänischen Markt nur innerhalb neuer, in Mikrogramm pro dm² oder Liter ausgedrückter Grenzwerte zulassen würde, wobei vor diesem Datum rechtmäßig vermarktete Erzeugnisse bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft werden dürfen (Entwurf, § 10 und § 16). Dänemark teilte der Kommission mit, dass die Keramikgrenzwerte eine Schutzmaßnahme nach Artikel 18 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 seien und die Glas- und Emailgrenzwerte nationale Maßnahmen nach Artikel 6; die Kommission und Lettland äußerten sich, Spanien gab eine ausführliche Stellungnahme ab, und die Stillhaltefrist wurde bis zum 19. Januar 2026 verlängert. Mit Stand 17. September 2026 führt Retsinformation die Verordnung nr. 681 vom 25. Mai 2020 weiterhin als geltende Verordnung, sodass die nachstehenden Grenzwerte das anwendbare dänische Recht bleiben.

Durchsetzung und Sanktionen

Die Richtlinie hat keinen eigenen Sanktionsartikel. Die Mitgliedstaaten mussten ihre nationalen Rechtsvorschriften so ändern, dass der Handel mit konformen Erzeugnissen ab dem 17. Oktober 1987 zugelassen und das Inverkehrbringen nicht konformer Erzeugnisse ab dem 17. Oktober 1989 verboten war, und sie können die Herstellung nicht konformer Erzeugnisse verbieten (Art. 5). Durchsetzung und Sanktionen kommen aus dem Rahmen: Die Mitgliedstaaten führen amtliche Kontrollen nach den Unionsvorschriften über amtliche Kontrollen von Lebens- und Futtermitteln durch (Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, Art. 24; Artikel 24 Absatz 3 zitiert weiterhin die Verordnung (EG) Nr. 882/2004, die die Verordnung (EU) 2017/625 mit Wirkung vom 14. Dezember 2019 aufgehoben hat, sodass der Verweis nach ihrem Artikel 146 Absatz 2 und den Entsprechungstabellen ihres Anhangs V als Verweis auf die Verordnung (EU) 2017/625 zu lesen ist), legen wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen fest (Art. 25) und können die Anwendung der EU-Grenzwerte in ihrem Hoheitsgebiet vorübergehend aussetzen oder einschränken, wenn sie ausführlich begründete Anhaltspunkte dafür haben, dass ein Erzeugnis die menschliche Gesundheit gefährdet, obwohl es den Anforderungen entspricht (Art. 18).

In Dänemark verwaltet Fødevarestyrelsen (die dänische Lebensmittelbehörde) die Vorschriften. Die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 om fødevarekontaktmaterialer wurde von Fødevarestyrelsen aufgrund des dänischen Lebensmittelgesetzes (§§ 25, 25 a, 49, stk. 1, und 60, stk. 3) und delegierter Befugnisse erlassen und gilt seit dem 1. Juli 2020 (§ 25); § 7 macht Fødevarestyrelsen zur Behörde, die zu benachrichtigen ist, wenn ein Unternehmen nicht konforme Materialien zurücknimmt. Die Verordnung setzt die geänderte Richtlinie um (Fußnote 1). Ihr § 14 und bilag 4 wenden die Grenzwerte der Richtlinie, 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium für kategori I, 4,0 mg/l und 0,3 mg/l für kategori II und 1,5 mg/l und 0,1 mg/l für kategori III, gleichermaßen auf Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren an und fügen einen Grenzwert der kategori I für den Mundrand von Trinkgefäßen hinzu, geprüft auf einem 2 cm breiten Band entlang des oberen Randes innen und außen; Becher und ähnliche Trinkgefäße müssen sowohl den Randgrenzwert als auch den Grenzwert der kategori II einhalten (bilag 4, Anmerkung 2, und bilag 6, Teil A, Nr. 2.3 und 4). Die 50-%-Toleranz mit drei weiteren Erzeugnissen wird in § 14 Abs. 2 übernommen. Die Keramik-Konformitätserklärung muss die Ware bis einschließlich des Einzelhandels begleiten oder kann auf der Website des Herstellers oder Einführers veröffentlicht werden, wenn die nachfolgenden Glieder der Kette informiert sind (§ 15 und bilag 5 Nr. 4). Ein Unternehmen, ein Hersteller oder ein Einführer, der Grund zu der Annahme hat, dass seine Lebensmittelkontaktmaterialien die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen, muss sie zurücknehmen, Fødevarestyrelsen unverzüglich benachrichtigen und Verbraucher informieren oder von ihnen zurückrufen (§ 7). Verstöße gegen §§ 6 bis 12 und 14 bis 15, gegen die Artikel 3, 4 Absatz 1 und Absätze 3 bis 6, 11 Absatz 5, 15 und 17 der Rahmenverordnung sowie gegen die Artikel 4 bis 7 der Verordnung über gute Herstellungspraxis werden mit Geldstrafe geahndet, die sich auf bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe erhöht, wenn der Verstoß vorsätzlich oder grob fahrlässig war und die Gesundheit geschädigt oder gefährdet hat oder auf einen wirtschaftlichen Vorteil abzielte; Unternehmen können strafrechtlich haftbar gemacht werden (§ 17, § 18 und § 19). Die Keramikseite von Fødevarestyrelsen empfiehlt Herstellern, Glasuren ohne Blei und Cadmium zu verwenden, und ihr Kontrollprojekt 2023 prüfte 47 keramische, Porzellan- und emaillierte Erzeugnisse dänischer Hersteller, Einführer und Großhändler, ohne eine Überschreitung der Grenzwerte festzustellen.

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Quellen

Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.

Sanktionen

Durchgesetzt durch Die Mitgliedstaaten setzen die Richtlinie über die amtlichen Kontrollen des Rahmens für Lebensmittelkontaktmaterialien durch, die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, deren Einzelmaßnahme die Richtlinie ist; in Dänemark verwaltet Fødevarestyrelsen (die dänische Lebensmittelbehörde) die Vorschriften: die Bekendtgørelse nr. 681 af 25. maj 2020 om fødevarekontaktmaterialer wurde von Fødevarestyrelsen aufgrund des dänischen Lebensmittelgesetzes (§§ 25, 25 a, 49, stk. 1, und 60, stk. 3) und delegierter Befugnisse erlassen, setzt die Richtlinie um, weitet dieselben Blei- und Cadmiumgrenzwerte auf emaillierte Gegenstände und Glaswaren aus, fügt einen Randgrenzwert für Trinkgefäße hinzu und macht Fødevarestyrelsen zur Behörde, die bei der Rücknahme nicht konformer Materialien zu benachrichtigen ist. Das Instrumentarium umfasst das Vermarktungsverbot für nicht konforme Erzeugnisse, die Pflicht des Unternehmers, sie zurückzunehmen, Fødevarestyrelsen zu benachrichtigen und Verbraucher zu informieren oder zurückzurufen, das Recht der Behörden, die Konformitätserklärung und die zugrunde liegende Prüfdokumentation zu verlangen, die vorübergehende nationale Aussetzung der EU-Grenzwerte aus Gesundheitsgründen sowie nationale Sanktionen, die wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein müssen und in Dänemark Geldstrafen und bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verstößen vorsehen, die die Gesundheit schädigen oder gefährden oder auf einen wirtschaftlichen Vorteil abzielen.

Die Richtlinie enthält keinen eigenen Sanktionsartikel: Die Mitgliedstaaten mussten ihre nationalen Rechtsvorschriften so ändern, dass der Handel mit konformen Keramikgegenständen ab dem 17. Oktober 1987 zugelassen und das Inverkehrbringen nicht konformer Erzeugnisse ab dem 17. Oktober 1989 verboten war, und sie können die Herstellung nicht konformer Erzeugnisse verbieten. Die Sanktionen kommen aus dem Rahmen: Die Mitgliedstaaten legen die Vorschriften über Sanktionen für Verstöße gegen die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 fest, die wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein müssen, setzen die Vorschriften über amtliche Kontrollen durch und können die Anwendung der EU-Grenzwerte in ihrem Hoheitsgebiet vorübergehend aussetzen oder einschränken, wenn sie ausführlich begründete Anhaltspunkte dafür haben, dass ein Erzeugnis die menschliche Gesundheit gefährdet, obwohl es den Anforderungen entspricht. In Dänemark verbietet die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 die Vermarktung von Lebensmittelkontaktmaterialien, die die allgemeinen Anforderungen nicht erfüllen, verpflichtet das verantwortliche Unternehmen, den Hersteller oder den Einführer, nicht konforme Materialien zurückzunehmen, Fødevarestyrelsen zu benachrichtigen und Verbraucher zu informieren oder von ihnen zurückzurufen, und ahndet Verstöße gegen die Blei- und Cadmiumgrenzwerte und Prüfvorschriften für Keramik, emaillierte Gegenstände und Glaswaren, gegen die Erklärungs- und Dokumentationspflicht sowie gegen die Artikel 3, 4 Absatz 1 und Absätze 3 bis 6, 11 Absatz 5, 15 und 17 der Rahmenverordnung und die Artikel 4 bis 7 der Verordnung über gute Herstellungspraxis mit Geldstrafe; die Strafe steigt auf bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe, wenn der Verstoß vorsätzlich oder grob fahrlässig war und die Gesundheit geschädigt oder gefährdet hat oder auf einen wirtschaftlichen Vorteil abzielte, und Unternehmen können strafrechtlich haftbar gemacht werden.

Quelle · Art. 5Quelle · Art. 18, Art. 24 und Art. 25Quelle · § 6, § 7, § 17, § 18 und § 19

Was sich geändert hat

Inkrafttreten, Änderungen und Compliance-Radar-Einträge für CER, neueste zuerst.

  1. Leitlinie

    Leitfaden anhand der konsolidierten Fassung und der dänischen Verordnung neu erstellt

    Der Text wurde anhand der konsolidierten Fassung vom 20. Mai 2005, der Richtlinie 2005/31/EG, der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und der Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 neu geschrieben. Der frühere Text enthielt keine Zahlen; die Grenzwerte, Prüfbedingungen, der Inhalt der Erklärung und die Daten werden nun aus den Rechtsakten zitiert. Zwei Korrekturen: Die Umsetzungsfristen laufen ab der Notifizierung vom 17. Oktober 1984 (Handel mit konformen Erzeugnissen ab dem 17. Oktober 1987 zugelassen, nicht konforme Erzeugnisse ab dem 17. Oktober 1989 verboten), und die geltenden dänischen Grenzwerte sind dieselben Zahlen wie in der Richtlinie, erweitert auf Email und Glas mit einem Randgrenzwert, während die niedrigeren dänischen Grenzwerte bislang nur als notifizierter Entwurf bestehen.

    Quelle · Art. 2, Art. 2a, Art. 5 und Anhänge I bis IIIQuelle · § 14 und bilag 4
  2. Leitlinie

    Dänemark notifiziert einen Entwurf mit niedrigeren Blei- und Cadmiumgrenzwerten (TRIS 2025/0387/DK)

    Der Entwurf würde die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 zum 1. Januar 2026 aufheben und ab dem 1. Juli 2026 Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren auf dem dänischen Markt nur innerhalb neuer, in Mikrogramm pro dm² oder Liter ausgedrückter Grenzwerte zulassen, wobei vor diesem Datum rechtmäßig vermarktete Erzeugnisse bis zur Erschöpfung der Bestände verkauft werden dürfen. Dänemark stützt die Keramikgrenzwerte auf die Schutzklausel des Artikels 18 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und die Glas- und Emailgrenzwerte auf Artikel 6; die Kommission und Lettland äußerten sich, Spanien gab eine ausführliche Stellungnahme ab, und die Stillhaltefrist wurde bis zum 19. Januar 2026 verlängert. Mit Stand 17. September 2026 führt Retsinformation weiterhin die Verordnung nr. 681 als geltende Verordnung.

    Quelle · NotifizierungsdetailsQuelleQuelle · § 1 Abs. 2, § 10 und § 16
  3. Leitlinie

    Dänische Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 in Kraft

    Die Verordnung setzt die durch die Richtlinie 2005/31/EG geänderte Richtlinie 84/500/EWG um, ersetzt die Verordnung nr. 1248 af 30. oktober 2018, wendet die Blei- und Cadmiumgrenzwerte der Richtlinie auf Keramik-, emaillierte Gegenstände und Glaswaren mit einem Randgrenzwert für Trinkgefäße an, verlangt die Keramik-Konformitätserklärung bis einschließlich des Einzelhandels und ahndet Verstöße mit Geldstrafen und bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.

    Quelle · Fußnote 1, § 14, § 15, § 17 und § 25
  4. Gilt

    Verordnung über gute Herstellungspraxis gilt

    Die Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 gilt für alle Branchen und alle Stufen der Herstellung, Verarbeitung und des Vertriebs der Werkstoffgruppen des Anhangs I der Rahmenverordnung, bis zur, aber ausgenommen die, Herstellung von Ausgangsstoffen, Keramik eingeschlossen: dokumentierte Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollsysteme sowie für die Behörden verfügbare Aufzeichnungen.

    Quelle · Art. 1, Art. 2, Art. 4 bis Art. 7 und Art. 8
  5. Gilt

    Herstellung und Einfuhr von Keramik ohne die Anforderungen von 2005 verboten

    Ab diesem Datum verbieten die Mitgliedstaaten die Herstellung und die Einfuhr in die Gemeinschaft von Keramikgegenständen, die der durch die Richtlinie 2005/31/EG geänderten Richtlinie nicht entsprechen.

    Quelle · Art. 2 Abs. 1 Buchst. b
  6. Gilt

    Konformitätserklärung und neue Analysekriterien gelten

    Frist für die Umsetzung der Richtlinie 2005/31/EG; ab diesem Datum lassen die Mitgliedstaaten den Handel mit und die Verwendung von Keramikgegenständen zu, die der geänderten Richtlinie entsprechen, mit der schriftlichen Konformitätserklärung nach Artikel 2a und Anhang III und einer Analysemethode, die die Leistungskriterien des Anhangs II erfüllt.

    Quelle · Art. 2 Abs. 1 Unterabsatz 1 und Buchst. a
  7. Änderung

    Richtlinie 2005/31/EG der Kommission in Kraft

    Die Änderungsrichtlinie vom 29. April 2005, veröffentlicht im ABl. L 110 vom 30. April 2005, fügte Artikel 2a über die schriftliche Konformitätserklärung und die Belegdokumentation ein, ersetzte Anhang II durch Leistungskriterien für die Analysemethode und fügte Anhang III mit dem Inhalt der Erklärung hinzu.

    Quelle · Art. 1 und Art. 3
  8. Gilt

    Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 in Kraft

    Die Rahmenverordnung trat am zwanzigsten Tag nach der Veröffentlichung im ABl. L 338 vom 13. November 2004 in Kraft, hob die Richtlinie 89/109/EWG auf (die ihrerseits die Richtlinie 76/893/EWG aufgehoben hatte, die Grundlage von Artikel 1 Absatz 1 der Keramikrichtlinie) und führt Keramik in Anhang I als Gruppe auf, für die Einzelmaßnahmen erlassen werden; ihre Artikel zu allgemeinen Anforderungen, Kennzeichnung, Erklärung, Rückverfolgbarkeit, Kontrolle und Sanktionen gelten neben der Richtlinie für Keramikgegenstände.

    Quelle · Art. 3, Art. 5, Art. 15 bis Art. 17, Art. 24 bis Art. 26, Art. 28 und Anhang IQuelle · Art. 10
  9. Gilt

    Nicht konforme Keramikgegenstände vom Markt verbannt

    Fünf Jahre nach der Notifizierung müssen die Mitgliedstaaten das Inverkehrbringen von Keramikgegenständen verbieten, die der Richtlinie nicht entsprechen; sie können auch deren Herstellung verbieten oder weiterhin verbieten.

    Quelle · Art. 5 Abs. 1 zweiter Gedankenstrich, und Art. 5 Abs. 2
  10. Gilt

    Handel mit konformen Keramikgegenständen muss zugelassen sein

    Drei Jahre nach der Notifizierung müssen die Mitgliedstaaten ihre Rechtsvorschriften so geändert haben, dass der Handel mit der Richtlinie entsprechenden Keramikgegenständen zugelassen ist; dieselbe Frist galt für die Entscheidung des Rates über Mundkontakt-Beschränkungen und die erneute Prüfung der Grenzwerte durch die Kommission, von denen keine in der konsolidierten Fassung erscheint.

    Quelle · Art. 4 und Art. 5 Abs. 1 erster Gedankenstrich
  11. In Kraft

    Richtlinie 84/500/EWG des Rates den Mitgliedstaaten notifiziert

    Am 15. Oktober 1984 angenommen und im ABl. L 277 vom 20. Oktober 1984 veröffentlicht, trat die Richtlinie mit der Notifizierung an die Mitgliedstaaten am 17. Oktober 1984 in Kraft und harmonisierte die Blei- und Cadmiumgrenzwerte sowie die Prüf- und Analysemethoden für Keramikgegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen.

    QuelleQuelle · Fußnote 5 zu Art. 4 Abs. 1

Häufige Fragen zu CER

Welche Blei- und Cadmiumgrenzwerte gelten nach der Keramikrichtlinie?

Drei Kategorien. Kategorie 1, nicht befüllbare Erzeugnisse und befüllbare Erzeugnisse, deren innere Tiefe von der niedrigsten Stelle bis zur Ebene durch den oberen Rand 25 mm nicht überschreitet: 0,8 mg/dm² Blei und 0,07 mg/dm² Cadmium. Kategorie 2, alle anderen befüllbaren Erzeugnisse: 4,0 mg/l Blei und 0,3 mg/l Cadmium. Kategorie 3, Kochgeschirr (ohne Fassungsvermögensgrenze) sowie Verpackungs- und Aufbewahrungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern: 1,5 mg/l Blei und 0,1 mg/l Cadmium. Bei einem Gefäß mit keramischem Deckel gilt der Grenzwert des Gefäßes für die Summe der beiden Auslaugungswerte. Dänemark wendet dieselben Zahlen nach der Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 an und fügt einen Randgrenzwert der kategori I für Trinkgefäße hinzu.

Quelle · Art. 2 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 4Quelle · § 14 und bilag 4
Welche Erzeugnisse erfasst die Richtlinie, und welche fallen nicht darunter?

Sie erfasst Keramikgegenstände, die in ihrem Fertigzustand dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, oder die bereits dazu mit Lebensmitteln in Berührung stehen. Als Keramik gilt ein aus einem Gemisch anorganischer Stoffe mit im Allgemeinen hohem Ton- oder Silikatgehalt hergestelltes Erzeugnis, dem gegebenenfalls geringe Mengen organischer Stoffe zugesetzt sind, das geformt und durch Brennen dauerhaft fixiert ist, glasiert, emailliert oder verziert oder nicht. Dekorative Keramik, die nicht für Lebensmittel bestimmt ist, fällt nicht darunter, ebenso wenig Glas und emailliertes Metall, die eigene Werkstoffgruppen nach der Rahmenverordnung ohne EU-Einzelmaßnahme sind; als Antiquitäten gelieferte Gegenstände fallen ganz aus der Rahmenverordnung heraus.

Quelle · Art. 1 Abs. 2 und Art. 1 Abs. 3Quelle · Art. 1 Abs. 3 Buchst. a, Art. 6 und Anhang I
Wie wird die Blei- und Cadmiummigration aus Keramik geprüft?

Das Erzeugnis wird in einer Haushaltsspülmittellösung bei etwa 40 °C gewaschen, gespült und getrocknet, dann 24 ± 0,5 Stunden bei 22 ± 2 °C mit frisch zubereiteter 4%iger (V/V) Essigsäurelösung in Berührung gebracht. Befüllbare Erzeugnisse werden bis höchstens 1 mm unterhalb des Überlaufpunkts oder höchstens 6 mm entlang eines flachen oder leicht geneigten Randes gefüllt; nicht befüllbare Erzeugnisse werden nach Schutz der nicht kontaktierenden Oberfläche eingetaucht. Die Probe wird abgedeckt, bei der reinen Bleibestimmung unter üblicher Laborbeleuchtung, bei der Cadmiumbestimmung völlig lichtgeschützt. Blei und Cadmium in der Lösung werden anschließend mit einer instrumentellen Methode gemessen, die die Kriterien des Anhangs II erfüllt: Nachweisgrenzen von 0,1 mg/l Blei und 0,01 mg/l Cadmium, Bestimmungsgrenzen von 0,2 und 0,02 mg/l und Wiederfindung von 80 bis 120 %. Bei Kategorie 1 wird das Ergebnis auf die Fläche der freien Flüssigkeitsoberfläche bezogen, bei den Kategorien 2 und 3 auf das Volumen.

Quelle · Anhang I Nr. 1 bis 4, und Anhang II Nr. 4 und 5 (M1)
Brauche ich eine Konformitätserklärung für Keramikgeschirr, und was muss sie enthalten?

Ja, seit der Richtlinie 2005/31/EG. Keramikgegenstände, die noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gekommen sind, müssen auf den Vermarktungsstufen bis einschließlich des Einzelhandels von einer schriftlichen Erklärung nach Artikel 16 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 begleitet sein, ausgestellt vom Hersteller oder von einem in der Union niedergelassenen Verkäufer. Sie muss Name und Anschrift des Unternehmens, das das fertige Erzeugnis herstellt, und des Einführers in die Union, die Identität des Erzeugnisses, das Datum und die Bestätigung enthalten, dass das Erzeugnis den einschlägigen Anforderungen der Richtlinie und der Rahmenverordnung entspricht; sie muss eine leichte Zuordnung zur Ware erlauben und erneuert werden, wenn wesentliche Änderungen der Herstellung die Blei- oder Cadmiummigration verändern. Die Mitgliedstaaten mussten konforme Erzeugnisse ab dem 20. Mai 2006 zulassen und die Herstellung und Einfuhr nicht konformer Erzeugnisse ab dem 20. Mai 2007 verbieten.

Quelle · Art. 2a Abs. 1 und Anhang IIIQuelle · Art. 2 Abs. 1
Wer ist verantwortlich, wenn Keramik von außerhalb der EU eingeführt wird?

Der Einführer in die Union. Die Richtlinie verlangt, dass der Hersteller oder der Einführer den zuständigen nationalen Behörden auf Verlangen die Dokumentation zur Verfügung stellt, die die Einhaltung der Grenzwerte nachweist, mit den Analyseergebnissen, den Prüfbedingungen sowie Name und Anschrift des Prüflabors, und die Konformitätserklärung muss den Einführer neben dem Hersteller benennen; als in der Union niedergelassener Verkäufer kann der Einführer die Erklärung selbst ausstellen. Nach der Rahmenverordnung müssen Name und Anschrift des Einführers das Erzeugnis als den für das Inverkehrbringen verantwortlichen Verkäufer begleiten, und in Dänemark muss der Einführer nicht konforme Keramik zurücknehmen, Fødevarestyrelsen benachrichtigen und Verbraucher informieren.

Quelle · Art. 2a und Anhang III Nr. 1Quelle · Art. 15 Abs. 1 Buchst. cQuelle · § 7
Unterscheiden sich die dänischen Vorschriften für Keramik von der EU-Richtlinie?

Dänemark setzt die Richtlinie durch die Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020 um, in Kraft seit dem 1. Juli 2020. Die Blei- und Cadmiumgrenzwerte in ihrem bilag 4 sind dieselben Zahlen wie in der Richtlinie, doch die Verordnung wendet sie neben Keramik auch auf emaillierte Gegenstände und Glaswaren an und fügt einen Grenzwert der kategori I für den Mundrand von Trinkgefäßen hinzu, geprüft auf einem 2 cm breiten Band entlang des oberen Randes; Becher müssen sowohl den Randgrenzwert als auch den Grenzwert der Kategorie II einhalten. Die Keramik-Konformitätserklärung muss die Ware bis einschließlich des Einzelhandels begleiten oder kann auf der Website des Herstellers oder Einführers veröffentlicht werden, wenn die nachfolgenden Glieder der Kette informiert sind, und Verstöße werden mit Geldstrafe, in schweren Fällen mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet. Ein Entwurf für eine Ersatzverordnung mit deutlich niedrigeren Grenzwerten wurde der Kommission im Juli 2025 als TRIS 2025/0387/DK notifiziert; mit Stand 17. September 2026 führt Retsinformation weiterhin die Verordnung nr. 681 als geltende Verordnung.

Quelle · § 14, § 15, § 17, § 25, bilag 4, 5 und 6Quelle
Wird die EU die Blei- und Cadmiumgrenzwerte für Keramik senken?

Die Kommission erklärt auf ihrer Überarbeitungsseite, dass die Belastung durch Blei und Cadmium Anlass zur Sorge geben kann, dass diese Metalle mitunter in erheblichen Mengen aus keramischen und glasartigen Lebensmittelkontaktmaterialien freigesetzt werden, und dass sie Maßnahmen eingeleitet hat, um die Migrationsgrenzwerte für Blei und Cadmium zu senken und Grenzwerte für Aluminium, Arsen, Barium, Kobalt, Chrom und Nickel einzuführen, mit Übergangs- und Ausnahmeoptionen für handwerkliche Hersteller. Es wurde kein Änderungsrechtsakt erlassen: Die konsolidierte Fassung der Richtlinie ist weiterhin die vom 20. Mai 2005, und die Kommission beschreibt sich selbst als auf dem Weg zu überarbeiteten Rechtsvorschriften nach einem Fahrplan vom 18. Dezember 2020 und einer öffentlichen Konsultation vom 5. Oktober 2022 bis 11. Januar 2023. Dänemark hat inzwischen einen nationalen Verordnungsentwurf mit niedrigeren Grenzwerten notifiziert: Es stützt die Keramikgrenzwerte auf die Schutzklausel des Artikels 18 der Rahmenverordnung und die Glas- und Emailgrenzwerte auf die Klausel über nationale Maßnahmen des Artikels 6.

QuelleQuelleQuelle
Was passiert, wenn ein Erzeugnis einen Grenzwert nur geringfügig überschreitet?

Artikel 2 Absatz 5 gewährt eine Toleranz: Überschreitet ein Erzeugnis den Grenzwert um höchstens 50 %, gilt es weiterhin als konform, wenn mindestens drei weitere Erzeugnisse derselben Form, Abmessungen, Verzierung und Glasur nach den Anhängen I und II geprüft werden, der Durchschnitt des aus ihnen ausgelaugten Bleis oder Cadmiums den Grenzwert nicht überschreitet und keines von ihnen ihn um mehr als 50 % überschreitet. Dänemark übernimmt dieselbe Regel in § 14 Abs. 2 der Verordnung nr. 681 af 25. maj 2020. Ein Erzeugnis, das darüber hinaus versagt, darf nicht in Verkehr gebracht werden und muss in Dänemark unter Benachrichtigung von Fødevarestyrelsen zurückgenommen werden.

Quelle · Art. 2 Abs. 5 und Art. 5 Abs. 1Quelle · § 7 und § 14 Abs. 2

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Quellen

  1. Richtlinie 84/500/EWG des Rates über Keramikgegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, konsolidierte Fassung vom 20. Mai 2005 (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:01984L0500-20050520
  2. Richtlinie 84/500/EWG des Rates, veröffentlicht im ABl. L 277 vom 20. Oktober 1984 (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31984L0500
  3. Dokumentinformationen, Daten und Verknüpfungen zu CELEX 31984L0500 (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:31984L0500
  4. Richtlinie 2005/31/EG der Kommission zur Änderung der Richtlinie 84/500/EWG hinsichtlich einer Konformitätserklärung und Leistungskriterien der Analysemethode (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32005L0031
  5. Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, konsolidierte Fassung vom 27. März 2021 (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:02004R1935-20210327
  6. Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 der Kommission über gute Herstellungspraxis für Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32006R2023
  7. Richtlinie 89/109/EWG des Rates über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen, zur Aufhebung der Richtlinie 76/893/EWG (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31989L0109
  8. Verordnung (EU) 2017/625 über amtliche Kontrollen, zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 (EUR-Lex) https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32017R0625
  9. Lebensmittelkontaktmaterialien: Rechtsvorschriften (Europäische Kommission, GD SANTE) https://food.ec.europa.eu/food-safety/chemical-safety/food-contact-materials/legislation_en
  10. Überarbeitung der EU-Vorschriften für Lebensmittelkontaktmaterialien, einschließlich Blei und Cadmium aus keramischen und glasartigen Materialien (Europäische Kommission, GD SANTE) https://food.ec.europa.eu/food-safety/chemical-safety/food-contact-materials/revision-eu-rules_en
  11. TRIS-Notifizierung 2025/0387/DK, dänischer Verordnungsentwurf über Lebensmittelkontaktmaterialien mit niedrigeren Blei- und Cadmiumgrenzwerten (Europäische Kommission) https://technical-regulation-information-system.ec.europa.eu/en/notification/27084
  12. TRIS 2025/0387/DK, dänische Antwort vom 7. November 2025 zur Rechtsgrundlage der Keramik-, Glas- und Emailgrenzwerte (Europäische Kommission) https://technical-regulation-information-system.ec.europa.eu/en/notification/27084/message/113713/EN
  13. TRIS 2025/0387/DK, notifizierter Entwurfstext auf Dänisch (Europäische Kommission) https://technical-regulation-information-system.ec.europa.eu/en/notification/27084/text/D/DA
  14. Bekendtgørelse nr. 681 af 25. maj 2020 om fødevarekontaktmaterialer og om straffebestemmelser for overtrædelse af relaterede EU-retsakter (Retsinformation) https://www.retsinformation.dk/eli/lta/2020/681
  15. Keramik, materialetyper (Fødevarestyrelsen) https://foedevarestyrelsen.dk/kost-og-foedevarer/foedevaresikkerhed/emballage-og-udstyr/materialetyper/keramik
  16. Køkkengrej og kemi i maden, herunder keramik, arvegods og loppefund (Fødevarestyrelsen) https://foedevarestyrelsen.dk/kost-og-foedevarer/alt-om-mad/kemi-i-maden/koekkengrej
  17. Fødevarekontaktmaterialer, lovstof (Fødevarestyrelsen) https://foedevarestyrelsen.dk/lovstof/foedevarekontaktmaterialer-lovstof
  18. Dokumentation for fødevarekontaktmaterialer (Fødevarestyrelsen) https://foedevarestyrelsen.dk/kost-og-foedevarer/foedevaresikkerhed/emballage-og-udstyr/dokumentation
  19. Slutrapport: Metaller fra FKM af keramik, control project 2023 (Fødevarestyrelsen) https://foedevarestyrelsen.dk/Media/638653560024818056/Slutrapport%20-%20Keramik%202023.pdf

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Conphora (2026). CER: Keramikrichtlinie (Richtlinie 84/500/EWG), erklärt. Abgerufen am 17. Oktober 2026 von https://www.conphora.com/de/eu-verordnungen/cer/
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