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EU-Compliance 2025: Die wichtigsten Änderungen, die Sie kennen müssen

Überblick über die wichtigsten EU-Regeländerungen 2025 – von der GPSR über die Batterieverordnung bis zum digitalen Produktpass.

Conphora Redaktion · 1. Oktober 2025
GPSRBatterieverordnungESGNachhaltigkeitMarktüberwachung

2025 ist ein Wendejahr für die EU-Produktregulierung

Wenn Sie Produkte auf dem europäischen Markt herstellen, importieren oder vertreiben, ist 2025 ein Jahr, das Sie sich nicht leisten können, auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine Reihe neuer Verordnungen tritt in Kraft oder erreicht wichtige Meilensteine – und zusammen zeichnen sie die Konturen einer völlig neuen Ära der Produkt-Compliance in der EU.

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Regeländerungen 2025 – und was Sie konkret tun sollten, damit Ihr Unternehmen bereit ist.

GPSR: Die neue Produktsicherheitsverordnung gilt jetzt

Am 13. Dezember 2024 hat die Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit (GPSR) die alte Produktsicherheitsrichtlinie von 2001 abgelöst. Das bedeutet: Für alle nicht harmonisierten Verbraucherprodukte gelten nun strengere Anforderungen an Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Marktüberwachung.

Für Ihr Unternehmen bedeutet die GPSR unter anderem:

Viele Unternehmen unterschätzen die Tragweite der GPSR, weil sie annehmen, sie gelte nur für „gefährliche” Produkte. Tatsächlich hat sie eine große Reichweite. Lesen Sie mehr über die GPSR und Produktsicherheit für eine vertiefte Übersicht.

Die Batterieverordnung: die ersten Fristen rücken näher

Die EU-Batterieverordnung (Verordnung (EU) 2023/1542) ist bereits erlassen und ersetzt die alte Batterierichtlinie. Die Verordnung erfasst alle Arten von Batterien – von Knopfzellen in der Unterhaltungselektronik bis zu Industriebatterien und EV-Batterien.

2025 greifen die ersten Pflichten:

Ab 2027 werden die Anforderungen mit der Batteriepass-Pflicht und Mindestanforderungen an den Rezyklatanteil weiter verschärft. Verstehen Sie die Batterieverordnung im Detail – mit dem vollständigen Zeitplan und den konkreten Anforderungen für Ihr Unternehmen.

Digitaler Produktpass (DPP): die Zukunft der Produktdokumentation

Der digitale Produktpass ist längst kein Schlagwort mehr – er wird regulatorische Realität. Der DPP ist eine digitale Sammlung von Produktdaten, die ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus begleitet – von der Produktion über die Nutzung bis zum Recycling.

Der DPP wird in mehreren Rechtsrahmen verpflichtend, darunter die Batterieverordnung (Batteriepass) und die kommende ESPR. Für Sie heißt das, Sie müssen:

Unternehmen, die schon jetzt beginnen, ihre Produktdaten digital zu strukturieren, verschaffen sich einen deutlichen Vorteil, wenn die Anforderungen vollständig greifen.

ESPR: die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte

Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) weitet die bestehende Ökodesign-Richtlinie von energieverbrauchsrelevanten Produkten auf nahezu alle physischen Produkte auf dem EU-Markt aus. Die ESPR ist der übergeordnete Rahmen, der Anforderungen vorantreiben wird an:

Die ersten produktspezifischen Regeln unter der ESPR werden für 2025 und 2026 erwartet, mit Textilien und Elektronik als wahrscheinlichen Vorreitern. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zu erfassen, welche Ihrer Produktkategorien zuerst betroffen sein werden.

Verstärkte Marktüberwachung

Die EU hat in den letzten Jahren erheblich in die Stärkung der Marktüberwachung investiert. Die Marktüberwachungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/1020) hat den Behörden mehr Befugnisse gegeben, und 2025 sehen wir die Folgen:

Wenn Ihre Dokumentation nicht in Ordnung ist, ist das Risiko, aufzufallen, höher als je zuvor.

Cyber Resilience Act: Cybersicherheit für Produkte

Der Cyber Resilience Act (CRA) ist die Antwort der EU auf die wachsende Cyberbedrohung für vernetzte Produkte. Die Verordnung wurde 2024 erlassen und führt Cybersicherheitsanforderungen für alle Produkte mit digitalen Elementen ein – vom smarten Haushaltsgerät bis zur industriellen IoT-Ausrüstung.

Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

Der CRA greift vollständig ab 2027, aber die Vorbereitungen sollten jetzt beginnen – vor allem, wenn Sie Produkte mit Software oder Netzwerkanbindung verkaufen.

Was sollte Ihr Unternehmen JETZT tun?

Bei so vielen parallelen Regeländerungen kann alles überwältigend wirken. Aber es gibt konkrete Schritte, die Sie heute gehen können:

  1. Führen Sie ein Compliance-Mapping durch – Welche Ihrer Produkte sind von welchen Verordnungen betroffen? Beginnen Sie mit einer Übersicht.
  2. Überprüfen Sie Ihre Dokumentation – Sind Ihre technischen Unterlagen aktuell und vollständig? Fehlen Rückverfolgbarkeitsinformationen?
  3. Bereiten Sie sich auf den DPP vor – Beginnen Sie, Ihre Produktdaten digital zu strukturieren. Je früher Sie anfangen, desto leichter fällt der Übergang.
  4. Behalten Sie die Fristen im Blick – Die verschiedenen Verordnungen haben gestaffelte Geltungsbeginne. Tragen Sie sie in Ihren Kalender ein.
  5. Binden Sie die gesamte Organisation ein – Compliance ist nicht nur Sache der Qualitätsabteilung. Auch Einkauf, Produktentwicklung und Vertrieb müssen mitwirken.

Conphora: Ihr Monitoring-Werkzeug für EU-Compliance

All diese Regeländerungen manuell zu verfolgen, ist eine unlösbare Aufgabe. Die Regeln ändern sich laufend, neue delegierte Rechtsakte werden erlassen, und Fristen verschieben sich.

Conphora wurde genau für diese Herausforderung gebaut. Die Plattform überwacht kontinuierlich die relevanten EU-Verordnungen und benachrichtigt Sie automatisch, wenn sich für Ihre Produktkategorien etwas ändert. Sie erhalten ein einheitliches Dashboard, auf dem Sie den Status über GPSR, Batterieverordnung, ESPR, CRA und weitere relevante Rechtsakte hinweg sehen.

Statt Stunden mit der Suche auf EUR-Lex und Behördenwebseiten zu verbringen, können Sie sich auf das konzentrieren, was Wert schafft: Ihre Produkte und Prozesse an die neuen Anforderungen anzupassen.

Sehen Sie, wie Conphora Sie auf dem Laufenden hält – und machen Sie sich ein konkretes Bild davon, wie die Plattform Ihnen Zeit spart und Ihr Compliance-Risiko senkt.


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