Aktuelle Signale aus den offiziellen Quellen, auf die es bei der EU-Produkt-Compliance ankommt — neue und geänderte Verordnungen, REACH-SVHC-Updates, Leitlinien, Konsultationen und Safety-Gate-Trends. Wöchentlich kuratiert aus denselben verlässlichen Quellen wie unser Verzeichnis der Compliance-Ressourcen.
Geltungsbereich: Der Radar erfasst Non-Food-Verbraucherprodukte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden — Haushaltswaren, Elektronik, Spielzeug, Möbel, Textilien, Kosmetik und ähnliche Kategorien. Ausgenommen sind Lebensmittel, Arzneimittel und Kraftfahrzeuge, für die jeweils eigene Regelwerke gelten.
Leitlinie PPWR - Regulation (EU) 2025/40 EU 2026-08-03
Kommission präzisiert Regeln zum Rezyklatanteil in Einweg-PET-Flaschen unter der PPWR
Die Europäische Kommission hat Maßnahmen erlassen, die klarstellen, wie der Rezyklatanteil neuer Einwegflaschen aus Polyethylenterephthalat (PET) unter der Verpackungsverordnung (PPWR) berechnet wird. Ziel ist es, Transparenz und eine einheitliche Anwendung der Rezyklatanteil-Anforderungen sicherzustellen, während sich die PPWR ihrem allgemeinen Geltungsbeginn am 12. August 2026 nähert.
Quelle: European Commission - Press corner →
Änderung PPE Regulation (EU) 2016/425 EU 2026-06-20
Neue harmonisierte Normen für persönliche Schutzausrüstungen veröffentlicht (Durchführungsbeschluss (EU) 2026/1279)
Der Durchführungsbeschluss (EU) 2026/1279 der Kommission vom 12. Juni 2026 aktualisiert die Liste der harmonisierten Normen, die eine Konformitätsvermutung für persönliche Schutzausrüstungen nach der Verordnung (EU) 2016/425 begründen, und hebt den bisherigen Durchführungsbeschluss (EU) 2023/941 auf. PSA-Hersteller sollten sich an den neu referenzierten und geänderten Normen ausrichten, um Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung aufrechtzuerhalten.
Quelle: EUR-Lex →
Neue Verordnung IMERA (Internal Market Emergency and Resilience Act) EU 2026-06-20
Binnenmarkt-Notfall- und Resilienzverordnung (IMERA) gilt ab sofort
IMERA gilt seit dem 29. Mai 2026 und gibt der EU einen strukturierten dreistufigen Rahmen (Kontingenz-, Wachsamkeits- und Notfallmodus), um Krisen vorzubeugen und auf sie zu reagieren, die den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen stören. Im Notfallmodus ermöglicht die Verordnung gezielte Maßnahmen wie Auskunftsersuchen an Unternehmen, koordinierte Beschaffung und Beschränkungen nationaler Maßnahmen, die den Binnenmarkt fragmentieren — einschließlich Ausfuhrverboten innerhalb der EU. Relevant für die Lieferketten- und Compliance-Planung.
Quelle: European Commission \u2013 DG GROW (Single Market) →
Safety Gate RoHS Directive 2011/65/EU EU 2026-06-20
EU-Kampagne JACOP 2025: Über die Hälfte der getesteten Elektronikprodukte überschreitet RoHS-Grenzwerte für Gefahrstoffe
Eine von der GD GROW koordinierte JACOP-2025-Marktüberwachungskampagne testete 173 günstige Elektro- und Elektronikartikel; 53 % waren nicht konform oder wiesen Kennzeichnungsmängel auf — überwiegend zu viel Blei/Cadmium in Lötstellen und Phthalate in Weich-PVC-Kabeln, dazu fehlende oder unleserliche CE-Kennzeichnung und fehlende EU-Kontaktangaben. Nicht konforme Waren wurden vom Markt genommen, verboten und über Safety Gate gemeldet; online gekaufte Produkte fielen häufiger durch — ein Signal für eine verschärfte RoHS-Durchsetzung bei Billig- und Online-Produkten.
Quelle: European Commission \u2013 DG GROW (Single Market) →