Was es ist
Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (Verordnung (EU) 2024/1781), die ESPR, ist ein Rahmengesetz. Sie ermächtigt die Kommission, per delegierter Rechtsakte Ökodesign-Anforderungen — etwa an Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Rezyklatanteil — festzulegen und für bestimmte Produktgruppen einen digitalen Produktpass (DPP) vorzuschreiben. Sie wirkt Produktgruppe für Produktgruppe, nicht über eine einzige Frist.
Warum es für die Compliance wichtig ist
Der DPP macht Compliance-Informationen zu strukturierten, maschinenlesbaren Daten, die dem Produkt zugeordnet und über einen Datenträger (typischerweise einen QR-Code) erreichbar sind. Zu den ersten Wellen gehören Batterien (Batteriepass, erwartet ab etwa 2027) sowie Textilien und Spielzeug (gegen Ende des Jahrzehnts). Die Vorbereitung ist vor allem eine Frage der Data Governance: Die geforderten Informationen müssen vorhanden, korrekt und mit klarer Verantwortung geführt sein, und Produkte brauchen eindeutige Kennungen.
So nutzen Sie es
- Verfolgen Sie, welche Produktgruppen wann für Ihre Kategorien in den Anwendungsbereich fallen.
- Bauen Sie das Datenfundament (Kennungen, verantwortlich geführte Felder) auf, aus dem der DPP schöpfen wird.
- Behandeln Sie DPP-Bereitschaft als wiederverwendbare Fähigkeit, nicht als Einzelprojekt je Regelwerk.
- Prüfen Sie die Zeitpläne gegen die aktuellen delegierten Rechtsakte und Durchführungsmaßnahmen.
Gut zu wissen
Die Termine sind Richtwerte und an delegierte Rechtsakte gebunden — prüfen Sie sie stets gegen die aktuellen Texte. Die Richtung aber steht fest: Der DPP kommt, Batterien und Textilien zuerst.
Offizielle Website von ESPR — (EU) 2024/1781 besuchen ↗So hilft Conphora
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