CE / Product Safety 9 min

LiftD - Richtlinie 2014/33/EU

Leitfaden zur LiftD - was sie ist, für wen sie gilt und wie Sie Ihre Compliance sicherstellen.

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Was die LiftD ist und warum sie wichtig ist

Die Aufzugsrichtlinie (LiftD) — formell die Richtlinie 2014/33/EU zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aufzüge und Sicherheitsbauteile für Aufzüge — ist der EU-Rahmen für die Sicherheit von Aufzügen, die Gebäude und Bauten dauerhaft bedienen, sowie für die Sicherheitsbauteile, die diese Aufzüge sicher machen. Wenn Sie Aufzüge in Gebäuden in der EU einbauen oder Sicherheitsbauteile für Aufzüge herstellen, gilt diese Richtlinie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für Ihr Produkt.

Die LiftD ist wichtig, weil sie zwei unterschiedliche, aber verbundene Produkte mit zwei unterschiedlichen Wirtschaftsakteuren abdeckt. Ein Aufzug ist eine Anlage, die Teil eines Gebäudes wird; ein Sicherheitsbauteil ist ein Produkt, das eigenständig in Verkehr gebracht wird. Die Richtlinie trennt daher die Pflichten des Montagebetriebs für den Aufzug von denen des Herstellers von Sicherheitsbauteilen und legt für beide wesentliche Gesundheitsschutz- und Sicherheitsanforderungen, Konformitätsbewertungsverfahren unter Mitwirkung notifizierter Stellen, technische Unterlagen, die EU-Konformitätserklärung und die CE-Kennzeichnung fest. Sie löste die frühere Aufzugsrichtlinie 95/16/EG ab und glich das Regime an den Neuen Rechtsrahmen der EU an, was die Pflichten jedes Akteurs in der Kette schärfte.

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Für wen die LiftD gilt

Die LiftD gilt über die gesamte Lieferkette, ihr prägendes Merkmal ist jedoch die Trennung zwischen der Aufzugsseite und der Sicherheitsbauteil-Seite. Die Pflichten sind nach Ihrer Rolle abgestuft:

Die Richtlinie erfasst Aufzüge, die Gebäude und Bauten dauerhaft bedienen und für die Beförderung von Personen, von Personen und Gütern oder ausschließlich von Gütern bestimmt sind, sofern der Lastträger betretbar ist. Bestimmte Anlagen sind ausgenommen — zum Beispiel Seilbahnen, speziell für militärische oder polizeiliche Zwecke konstruierte Aufzüge, Schachtförderanlagen, bestimmte Baustellenaufzüge und Aufzüge mit sehr geringer Geschwindigkeit —, die eigenen Regimen unterliegen.

Wichtige Termine und Zeitplan

Kernanforderungen

Wesentliche Gesundheitsschutz- und Sicherheitsanforderungen

Das Herzstück der LiftD sind die wesentlichen Gesundheitsschutz- und Sicherheitsanforderungen des Anhangs I, die sowohl Aufzüge als auch Sicherheitsbauteile erfüllen müssen. Sie betreffen den Lastträger, die Aufhängungen und Tragmittel, die Kontrolle von Belastung und Geschwindigkeit, die Maschinerie, die Steuerungen und den Schutz vor den Hauptgefahren, die ein Aufzug darstellen kann — Quetschen, Absturz, freier Fall, Übergeschwindigkeit und Einschluss. Wo harmonisierte Normen existieren und ihre Fundstellen im Amtsblatt veröffentlicht sind, gilt für danach gebaute Produkte die Konformitätsvermutung hinsichtlich der entsprechenden Anforderungen. Wo keine harmonisierte Norm eine Anforderung abdeckt, muss der Montagebetrieb oder der Hersteller die Konformität auf andere Weise nachweisen.

Konformitätsbewertung mit notifizierten Stellen

Die LiftD lässt keine reine Selbsterklärung zu. Sowohl Aufzüge als auch Sicherheitsbauteile müssen ein Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, das aus den in den Anhängen der Richtlinie festgelegten Modulen gewählt wird, und diese Verfahren beziehen eine notifizierte Stelle ein — eine unabhängige, von einem Mitgliedstaat benannte und in der NANDO-Datenbank der EU gelistete Organisation.

Für Aufzüge kann der Montagebetrieb zwischen Wegen wählen wie der Endabnahme in Kombination mit einem Qualitätssicherungsmodul, der EU-Baumusterprüfung gefolgt von Produkt- oder Produktionsqualitätssicherung, der umfassenden Qualitätssicherung mit Entwurfsprüfung oder der Einzelprüfung. Für Sicherheitsbauteile wählt der Hersteller zwischen EU-Baumusterprüfung plus Kontrollen der Konformität mit der Bauart, Produkt- oder umfassender Qualitätssicherung oder Einzelprüfung. In jedem Fall ist die Mitwirkung der notifizierten Stelle das, was bestätigt, dass das Produkt die wesentlichen Anforderungen erfüllt, bevor es auf den Markt gelangt.

Technische Unterlagen

Der Montagebetrieb eines Aufzugs und der Hersteller eines Sicherheitsbauteils müssen technische Unterlagen erstellen, anhand derer sich die Konformität des Produkts bewerten lässt. Sie beschreiben Entwurf, Herstellung und Funktionsweise des Aufzugs oder Bauteils, die angewandten wesentlichen Anforderungen, die verwendeten Normen, die Ergebnisse von Konstruktionsberechnungen und Prüfungen sowie die Prüfberichte. Diese Unterlagen müssen für die Marktüberwachungsbehörden über eine festgelegte Aufbewahrungsfrist nach dem Inverkehrbringen des Aufzugs bzw. der Herstellung des letzten Sicherheitsbauteils verfügbar gehalten und auf Verlangen vorgelegt werden.

EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung

Bevor ein Aufzug in Betrieb genommen oder ein Sicherheitsbauteil in Verkehr gebracht wird, muss der verantwortliche Akteur eine EU-Konformitätserklärung ausstellen, die bestätigt, dass das Produkt die Anforderungen der LiftD erfüllt, und die CE-Kennzeichnung anbringen. Beim Aufzug bringt der Montagebetrieb die CE-Kennzeichnung im Fahrkorb an; beim Sicherheitsbauteil bringt der Hersteller sie auf dem Bauteil oder seinem Etikett an. Der CE-Kennzeichnung folgt die Kennnummer der notifizierten Stelle, die an der betreffenden Phase der Konformitätsbewertung mitgewirkt hat. Die Erklärung muss das Sicherheitsbauteil begleiten und wird für den Aufzug vom Montagebetrieb aufbewahrt, zusammen mit den Dokumenten und dem Schriftverkehr zur Konformitätsbewertung.

Rückverfolgbarkeit, Anleitungen und Informationen

Die LiftD verlangt Rückverfolgbarkeit und klare Informationen. Montagebetriebe und Hersteller müssen sicherstellen, dass das Produkt eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer zur Identifizierung trägt, und ihren Namen, ihren eingetragenen Handelsnamen oder ihre eingetragene Marke sowie eine Kontaktanschrift angeben. Einführer ergänzen ihre eigenen Angaben. Aufzügen und Sicherheitsbauteilen müssen Anleitungen beiliegen — für Einbau, sicheren Gebrauch und Instandhaltung — in einer Sprache, die von den Nutzern und den für das Gebäude verantwortlichen Personen leicht verstanden wird, wie vom betreffenden Mitgliedstaat festgelegt.

Pflichten nach Rolle

Durchsetzung

Jeder Mitgliedstaat benennt Marktüberwachungsbehörden zur Durchsetzung des nationalen Rechts, das die LiftD umsetzt. In Deutschland liegt die Marktüberwachung für Aufzüge und Sicherheitsbauteile bei den Marktüberwachungsbehörden der Länder (Gewerbeaufsicht bzw. die jeweils zuständigen Landesbehörden), fachlich koordiniert unter anderem durch die Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS). Die Behörden können Korrekturmaßnahmen verlangen, die Bereitstellung eines nicht konformen Aufzugs oder Sicherheitsbauteils beschränken oder untersagen, dessen Rücknahme oder Rückruf anordnen und gegen unrechtmäßig angebrachte CE-Kennzeichnungen vorgehen.

Nicht konforme Produkte, die in einem Mitgliedstaat festgestellt werden, können über die Kooperations- und Informationssysteme der EU-Marktüberwachung unionsweite Maßnahmen auslösen — ein in einem Land gefundenes Problem kann sich also schnell fortsetzen. Die Folgen werden national festgelegt und können Vertriebsverbote, verpflichtende Korrekturmaßnahmen, Geldbußen und Reputationsschäden umfassen. Speziell für Aufzüge verlangen nationale Vorschriften zudem üblicherweise wiederkehrende Prüfungen der in Betrieb befindlichen Anlagen, zusätzlich zu den Pflichten beim Inverkehrbringen nach der LiftD.

Konform werden

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So hilft Conphora

Conphora überwacht die LiftD und gleicht Ihre Aufzüge und Sicherheitsbauteile mit ihren Anforderungen ab; die Plattform markiert Lücken bei Konformitätsbewertung, technischen Unterlagen, EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung, bevor daraus Durchsetzungsprobleme werden. Sie hilft Ihnen, die richtige Dokumentation zu erstellen und aufzubewahren, und benachrichtigt Sie, wenn sich Pflichten ändern, damit Ihre Compliance aktuell bleibt.

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Quellen und weiterführende Literatur

Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026